Ausschuss soll entscheiden, ob Verwaltung sich mit Grünen-Antrag beschäftigt

Bearbeiten oder sein lassen?

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Auch in der Gemeinde Bienenbüttel kommen sogenannte Wildkräuterbürsten zur Unkraut-Bekämpfung zum Einsatz – als Alternative zu Spritzmitteln. 

Bienenbüttel – Die Grünen im Bienenbütteler Rat haben im Juli 2018 beantragt, dass die Gemeinde künftig auf den Einsatz sämtlicher Pestizide verzichten soll (AZ berichtete).

Jetzt wird sich der Bauausschuss auf seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 30. April, um 18.30 Uhr im Mühlenbachzentrum mit dem Thema beschäftigen. Das Gremium soll zunächst entscheiden, ob der Antrag von der Verwaltung überhaupt bearbeitet werden soll oder nicht.

Ein Grund: Die Verwaltung beruft sich auf geringe Personalkapazitäten in den betroffenen Fachbereichen I und III und erklärt in der Sitzungsvorlage: „Sollte sich für eine Befassung ausgesprochen werden, weist die Verwaltung vorsorglich auf etwaige negative Auswirkungen bei anderen Projekten hin“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Außerdem sollten die Grünen erklären, welche Projekte dafür zurückgestellt werden sollen.

Außerdem weist die Verwaltung darauf hin, dass vonseiten der Gemeinde Bienenbüttel seit Mitte vergangenen Jahres kein Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt wird. „Die Unkrautentfernung erfolgt ausschließlich mechanisch durch Einsatz von Wildkrautbürsten und an einigen Stellen via Brenner“, heißt es in der Vorlage.

Zudem sei der Wirkstoff Glyphosat von der Gemeinde in der Vergangenheit nicht verwendet worden. Beim zuletzt verwendeten Mittel handele es sich um das Dauerherbizid RA-50 mit dem Wirkstoff „Flumioxazin“, das letztmalig 2015 bestellt wurde.

„Wir werden auf einem Beschluss bestehen“, sagt Grünen-Fraktionschef Reinhard Schelle-Grote auf AZ-Nachfrage. Den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel wolle man schwarz auf weiß auf Papier haben. Außerdem gehe der Antrag der Grünen inhaltlich noch weiter als die von der Verwaltung angeschnittenen Themen. So wolle man auch den Verzicht auf Herbizide zukünftig in Pachtverträgen verankern.

VON LARS LOHMANN

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