„Kein Grund zur Klage“

Bargdorfer Landwirt Hans-Wilhelm Giere ist vor Aussaat optimistisch

Für die Landwirtschaft steht jetzt die Aussaat von Zuckerrübe, Sommergerste, Kartoffel und Co. an.
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Für die Landwirtschaft steht jetzt die Aussaat von Zuckerrübe, Sommergerste, Kartoffel und Co. an.

Bargdorf/Landkreis – Die Zeit der Aussaat steht für die Landwirte an. Zuckerrüben, Sommergerste und Kartoffeln sollen ausgebracht werden. Doch welche Auswirkungen hatten die milden und regenreichen Wintermonate auf die Landwirtschaft?

„Wir haben keinen Grund zum Klagen“, sagt der Bargdorfer Landwirt Hans-Wilhelm Giere.

Der Regen der vergangenen Wochen sei dringend notwendig gewesen, um den Grundwasserhaushalt wieder zu verbessern. So hätten sich auch die Wälder erholen können. „Wenn die Mischung stimmt, bleibt es während der Aussaat trocken und danach regnet es wieder“, sagt Giere. Perfekt laufe es aber nie, daher sei er bisher auch zufrieden, auch wenn es noch ein bisschen mehr regnen könnte, um die Grundwasserreserven weiter zu erhöhen. „Wir haben lieber viel Regen als gar keinen“, fasst Giere zusammen. Nässeschäden an der Wintergerste habe es fast keine gegeben, da die Böden die Feuchtigkeit gut aufnehmen. Ein viel zu trockenes Frühjahr wie 2019 habe es zum Glück auch nicht gegeben. Dort habe man schon sehr früh bewässern müssen, um komplette Ausfälle zu verhindern.

Zurzeit bereiten sich der Bargdorfer Landwirt und seine Mitarbeiter auf die Mulchsaat der Zuckerrübe vor. Die Zwischenfrucht sei aber aufgrund der milden Temperaturen nicht vom Frost abgetötet worden. Ausgesät wird diese, um Nährstoffe zu binden und die Bodenerosion zu verhindern.

Auch die Sommergerste wird bald ausgesät. „Der Großteil hier in der Region soll Braugerste werden“, sagt Giere. Zunehmend wird aber auch mehr Hafer angebaut, berichtet der Landwirt. Vor allem im Biosegment nehme die Nachfrage zu. So werde inzwischen auch schon glutenfreier Hafer angebaut. Aber auch die Nachfrage nach Hafermilch als Alternative zu Milch nehme zu.

Probleme hat aber die Feldmaus bereitet. Zwar sei dort vor allem Grünland betroffen gewesen. Aber auch in manchen Getreide-Beständen sehe man vereinzelte kahlere Stellen. Dass die Feldmäuse aber noch langfristig Probleme bereiten können, glaubt Giere eher nicht. „Der Regen sorgt eigentlich dafür, dass die Population zurückgeht“, sagt er.

VON LARS LOHMANN

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