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B4: Das sagt die Gemeinde zum 2+1-Ausbau zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf

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Von: Jannis Wiepcke

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Trotz Leitpfosten kommt es auf der B4 – hier zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen – immer wieder zu gefährlichen Überholmanövern.
Trotz Leitpfosten kommt es auf der B4 – hier zwischen Jelmstorf und Tätendorf-Eppensen – immer wieder zu gefährlichen Überholmanövern. © Lars Becker

Die Gemeinde Bienenbüttel hat sich jetzt zu den konkreten Plänen der Landesstraßenbaubehörde in Sachen 2+1-Ausbau der B4 zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel geäußert.

Bienenbüttel – Die Bundesstraße 4 zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel sorgt immer wieder für Diskussionen: Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung und Leitpfosten auf den sogenannten „Mehrzweckstreifen“ rechts neben den Fahrspuren sind riskante Überholmanöver an der Tagesordnung.

Der zuständige regionale Geschäftsbereich Lüneburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) will nachjustieren und stellte seine Planungen dazu kürzlich bei einer Anliegerversammlung in Bargdorf vor:

Abhilfe schaffen sollen ein dreispuriger, 2+1 genannter Ausbau der B4 zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel und eine Ampelanlage am Knotenpunkt B4/Bargdorfer Kirchweg. In einer Pressemitteilung hat sich die Gemeinde Bienenbüttel nun zu der Maßnahme geäußert.

Belange der Anwohner und Landwirte berücksichtigen

Als Pendler „deutlich sicherer und schneller aus dem Ort zu kommen, um rechtzeitig am Bahnhof zu sein“, das sei, so Bürgermeister Dr. Merlin Franke, der große Pluspunkt des geplanten B 4-Umbaus. Es gebe aber eben auch Nachteile: „Uns liegt sehr daran, dass die Belange der Anwohner als auch der Landwirte berücksichtigt werden“, betonte der Bürgermeister.

Sie sollen, so sieht es die Planung vor, von Feldwegen nur rechts auf die B 4 auffahren und von dort aus wiederum nur rechts abbiegen dürfen. Wer beispielsweise vom Bargdorfer Wochenend-Hausgebiet Schröder über die B 4 in Richtung Uelzen fahren möchte, müsste dann also einen Umweg in Richtung Bienenbüttel in Kauf nehmen.

„Wir erwarten eine deutliche Beteiligung des Landes“

„Viele Bargdorfer Landwirte haben im Wichmannsburger Raum, also auf der anderen Seite der B4, Land gepachtet“, berichtet Dr. Franke. Er fragt sich: „Wie sollen die mit ihren Schleppern die B4 passieren?“ Die Hinterlandanbindung müsse bei einem Umbau der B4 deshalb in jedem Fall verbessert werden. Das zöge Kosten nach sich – Kosten, die der Bürgermeister mit seiner Einheitsgemeinde nicht allein tragen will, wie es heißt.

„Wir erwarten eine deutliche Beteiligung des Landes, um die genannten Nachteile auszugleichen“, stellt er klar. Die Gemeindeverwaltung begleite die Landesstraßenbaubehörde gern bei der Suche nach Lösungen, werde dabei aber die Interessen der Anwohner aus der Ortschaft Bargdorf mit Nachdruck vertreten.

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