Prozessauftakt in Lüneburg: Geräte aus Verankerung gerissen

Automatendiebe müssen mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen

  • Gerhard Sternitzke
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stk Lüneburg. Vor dem Landgericht Lüneburg hat heute der Prozess gegen neun Männer begonnen, die sich darauf spezialisiert haben sollen, Geldautomaten mit Hilfe von gestohlenen Kleinlastern aus der Verankerung zu reißen.

So auch im Kreis Uelzen. Hier diente ein in Bienenbüttel entwendetes Fahrzeug dazu, den Automaten vor einer Spielhalle in der Hansestraße zu rammen. Laut Staatsanwältin soll die Bande osteuropäischer Roma insgesamt zehn Automaten attackiert haben. 

Nur in zwei Fällen seien sie erfolgreich gewesen, wobei einmal ein Großteil der Beute durch die Sicherheitstechnik geschwärzt wurde. Mal rissen die Spanngurte. Mal wurde Alarm ausgelöst. Mal störten Anwohner die Diebe. Ein bislang unbekanntes Mitglied der Bande soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Kassel mit 60 Stundenkilometern auf Anwohner zu gerast sein. Anschließend hätten die Diebe versucht, in das Haus einzudringen, in das sich die Zeugen geflüchtet hatten. 

Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten im Alter von 30 bis 46 Jahren langjährige Haftstrafen. Richter Thomas Wolter stellte im Fall, dass die Angeklagten gestehen, eine Haft von von einem bis zu sechsdreiviertel Jahren in Aussicht. Der Prozess begann unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen. 21 Beamte sicherten den Gerichtssaal.

Rubriklistenbild: © dpa

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