Fahrer müssen mit Einschränkungen rechnen

Für mehr Verkehrssicherheit: Auf der B 4 werden Leitpfosten aufgestellt

Die Kreuzung auf der Bundesstraße 4 bei Bargdorf
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Zwischen Grünhagen und Tätendorf-Epppensen kommt es ab Montag zu Verkehrsbehinderungen. Auf den Mehrzweckstreifen an der Bundesstraße 4 – hier bei Bargdorf – werden Leitpfosten aufgestellt.
  • Daniel Bieling
    VonDaniel Bieling
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Bienenbüttel/Bad Bevensen – Die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Bundesstraße 4 geht in die nächste Runde. Ab kommenden Montag, 9. August, wird ab dem Ortsausgang Tätendorf-Eppensen bis zum Parkplatz zwischen Bienenbüttel und Melbeck der ehemalige Mehrzweckstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn eingezogen. Bedeutet konkret: Hinter den Fahrbahnrandmarkierungen werden Leitpfosten aufgestellt.

Wie die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilt, ist dabei über einen Zeitraum von rund fünf Wochen mit Verkehrsbeschränkungen zu rechnen. Die Arbeiten sollen vorwiegend in der verkehrsarmen Zeit von 8.30 bis 15.30 Uhr durchgeführt werden, wobei die Straße abschnittsweise halbseitig gesperrt wird. Bis zum 10. September sollen die Arbeiten beendet sein.

Dritter Schritt des Sicherheitskonzepts

Die Leitpfosten stellen die dritte Stufe des Sicherheitskonzepts zur Verstetigung des Verkehrsflusses auf der B 4 dar. Darüber hinaus soll eine Verdeutlichung der zur Verfügung stehenden Verkehrsflächen erreicht werden. In den ersten beiden Schritten wurde zum einen die Höchstgeschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer herabgesetzt, zum anderen wurde die Randmarkierung der Mehrzweckstreifen auf eine Fahrbahnrandmarkierung geändert (AZ berichtete).

Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte und Vorsitzender der Unfallkommission, sieht diese Maßnahme nach eigener Aussage deutlich positiv. Bereits die ersten beiden Schritten haben für Dobslaw, der selbst regelmäßiger Nutzer der Strecke sei, Verbesserungen mitgebracht: „Es ist ruhiger geworden.“ Zwar gebe es noch immer Fahrer, die riskante Überholmanöver starten, aber nicht mehr in der Masse wie zuvor.

Streifen sind das Hauptproblem

Trotz aller Zufriedenheit ist für Dobslaw auch der dritte Schritt des Sicherheitskonzepts mit der Aufstellung der Leitpfosten nach wie vor notwendig. „Das Hauptproblem sind diese Mehrzweckstreifen“, betont der Verkehrsexperte. Viele Lkw seien auf der B 4 unterwegs, die häufig auf die Streifen ausweichen, um anderen Autofahrern Platz zu machen. Das führt wiederum zu riskanten Überholmanövern. „Verkehr wird sicher, wenn er mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer über die Strecke geht“, erklärt Dobslaw.

Die Einziehung der Seitenstreifen sei daher erforderlich und habe sich auch an anderen Stellen bewährt. In Richtung Wolfsburg, bei Weyhausen, seien aus den Seitenstreifen zum Beispiel Fahrradwege gemacht worden.

Die Umsetzung der Maßnahme jetzt auf der B 4 hat sich laut Dobslaw aufgrund von Corona verzögert. Umso zufriedener zeigt er sich angesichts der startenden Arbeiten: „Ich bin sehr froh, dass es jetzt losgeht.“

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