Leuphana hält an Fertigstellungstermin fest / Land beteiligt sich mit zusätzlichen Millionen

Audimax wird am 11. März eröffnet

+
Die Oberfinanzdirektion rechnet mit 100 bis 105 Millionen Euro für das Audimax. Es wird am 11. März eröffnet.

Lüneburg. Schon vor der Eröffnung verstummt die Debatte über millionenschwere Kostensteigerungen. Die Silhouette des ungewöhnlichen Bauwerks ist schon jetzt eines der beliebtesten Fotomotive. Mit einem Wort: Hamburger und Hamburg-Besucher lieben die Elb-Philharmonie.

Nicht anders könnte es mit einem Prestigeprojekt zugehen, das für Lüneburg – nicht nur wegen der Schlagzeilen über immer neue Verteuerungen – eine ähnliche Bedeutung hat. Das neue Zentralgebäude der Leuphana-Universität Lüneburg steht kurz vor der Fertigstellung. Am 11. März wird das neue Hörsaalgebäude, Audimax genannt, laut Universität eröffnet.

Noch im Oktober gab es im Wissenschaftsministerium ernsthafte Zweifel, ob der offizielle Fertigstellungstermin Ende Januar gehalten werden könnte. Die Hochschule hält daran fest. „Bei dem Termin Ende Januar geht es zunächst um die Inbetriebnahme, also eher technische Angelegenheiten“, schränkt Uni-Sprecher Henning Zühlsdorff ein.

Anfang des Monats hat der Haushaltsausschuss des Landtages einem Nachtragshaushalt für das Zentralgebäude zugestimmt. Das Land übernimmt zusätzliche Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro. „Es geht darum, die gute Entwicklung der Universität Lüneburg in Forschung und Lehre nicht zu gefährden“, erklärte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic.

Von ursprünglich 57,7 Millionen Euro hatte sich das Prestigeobjekt nach den Plänen von Star-Architekt Daniel Libeskind zuletzt laut Ministerium auf 93,2 Millionen Euro verteuert. Die Oberfinanzdirektion schätzt, dass es 100 bis 105 Millionen Euro werden. „Ursache für die zusätzlichen Kosten sind besonders die komplexe Bauweise und der enge Zeitplan“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Und die Ministerin betonte: „Das Zentralgebäude bleibt bis zur Fertigstellung ein Projekt mit Risiken.“

Von Gerhard Sternitzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare