Mehrere neue Anbieter beim Hobby-Kunsthandwerkermarkt in der Bienenbütteler Ilmenauhalle / Osterdekorationen und Getöpfertes

16 Arbeitsschritte bis zum perfekten Gürtel

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Bunte Dekorationen für die Osterzeit gab es beim Kunsthandwer-kermarkt in großer Zahl.

Bienenbüttel. Der Frühlings-Hobby-Kunsthandwerkermarkt in der Bienenbütteler Ilmenauhalle ist für viele Interessierte ein fester Anlaufpunkt geworden. Und so stieß der Markt am Wochenende wieder auf reges Interesse. Veranstaltet wurde er von Annelies Stolze.

Sie selbst war mit einem Stand mit farbenfrohen Frühlings- und Osterdekoration vertreten.

Beim Rundgang war Zeit nötig, um auch alles zu sehen und zu entdecken, was helle Köpfe und flinke Finger gefertigt hatten, zum Beispiel Schmuck, Handarbeiten, Getöpfertes, Geschmiedetes, Bemaltes, Gesägtes, Ostereier und vieles mehr.

Ein Gürtelmacher aus Berlin führte den Besuchern in der Ilmenauhalle sein Handwerk vor.

An einer Ecke der vier langen Gänge mit Ständen präsentierte ein „Newcomer“ sein Angebot: ein Gürtelmacher aus Berlin. Er nahm sich Zeit für einen Plausch. „Es sind 16 Arbeitsschritte nötig, bis ein solcher Gürtel fertig ist“, erklärte er und begann mit der Fertigung nach individuellen Wünschen. Messen, schneiden, wachsen, polieren, versiegeln – vor Ort fertigte er einen Gürtel nach Maß ab. „Ich verwende nur Vollrindleder, das mit Pflanzenfarben und Wachs gegerbt ist. So ist das Leder dann richtig durchgefärbt und nicht nur oberflächlich. Das ist die traditionelle Art“, schilderte der Gürtelmacher, der bis Anfang der 80er Jahre Kunstlehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule in Lüneburg war und dann umsattelte.

Mit hübschen gewalkten Gegenständen war auch eine neue Anbieterin aus Hannoversch Münden beim Kunsthandwer-kermarkt dabei. Ein Ehepaar aus Kiel bot bunt bemalte Holzarbeiten an. Und auch Osterhäschen in jeglicher Form und Größe durften nicht fehlen. Auch wer etwas Außergewöhnliches suchte, war an der richtigen Stelle. Denn einen getöpferten Enten-Zaunhocker, ein Fledermaushaus oder eine Schallplattenuhr hat nicht jeder.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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