Interkulturelle Initiative zeigt selbst gedrehten Film über Flüchtlingsarbeit

Angekommen in Bienenbüttel

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Mit Luftaufnahmen von Bienenbüttel beginnt der Film „Ankommen im Jetzt – Willkommen“ der Interkulturellen Initiative. Der Film erzählt die Geschichte von Flüchtlingen, die 2015 in den Ort kamen.

Bienenbüttel – Wie ist es, in ein fremdes Land zu flüchten, eine Sprache zu lernen, Wohnung und Arbeit zu finden?

Diese Geschichten erzählt der rund 40-minütige Film „Ankommen im jetzt – Willkommen“, den die Interkulturelle Initiative Bienenbüttel und der Kulturkreis Bienenbüttel am Sonnabend, 6. April, um 20 Uhr im Gemeindehaus von St. Michaelis zeigen werden. Das Besondere: Der Film dokumentiert die Geschichten von Flüchtlingen, die 2015 nach Bienenbüttel gekommen sind. Musikalisch untermalt wird der Film von Live-Musik des syrischen Künstlers Muhsen Asfari, der auch die Filmmusik eingespielt hat. Außerdem tritt die interkulturellen Theatergruppe des CJD auf.

„Die Flüchtlinge lernten eine ihnen fremde Kultur kenne und eine neue Sprache. Sie suchten Wohnungen und Arbeit. Die Ängste und Freuden, die sie dabei erlebten, wollten wir dokumentieren“, sagt Viktoria Koke von der Interkulturellen Initiative. Der Film selbst liefere dafür viele Beispiele. Wie das von Ismail Semo, der inzwischen Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bienenbüttel ist und eine Ausbildung in Lüneburg zum pharmazeutisch-technischen Assistenten begonnen hat (AZ berichtete). Ein weiteres Beispiel ist Hussein Kazim, der durch ein Praktikum inzwischen eine feste Anstellung bekommen hat.

„Viele Flüchtlinge sind auf einem guten Weg“, sagt Viktoria Koke. Der Prozess des Ankommens ist für sie inzwischen zum großen Teil abgeschlossen. Die Sprache sei gelernt, eigene Wohnungen bezogen und viele Flüchtlinge arbeiteten inzwischen. Gleichzeitig gebe es aber auch Problemfälle, die man nicht verschweigen dürfe.

Jetzt gilt es laut der ehrenamtlichen Helferin vor allem darum, sich gegenseitig kennenzulernen. Daher heiße man auch nicht mehr Willkommensinitiative Bienenbüttel, sondern Interkulturelle Initiative Bienenbüttel. „Das Verhältnis hat sich einfach geändert, wir machen die Dinge jetzt gemeinsam und lernen voneinander“, sagt Viktoria Koke. Neben dem Film „Ankommen im Jetzt“ ist dies etwa ein gemeinsames interkulturelles Kochen.

Gefördert wurde das Filmprojekt vom Land Niedersachsen im Rahmen der 500 Landprojekte.

VON LARS LOHMANN

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