Dem Lüneburger wird vorgeworfen Nacktfotos und Videos mit den Kindern ausgetauscht und sie zu sexuellen Handlungen veranlasst zu haben

Amtsgericht Lüneburg erlässt Haftbefehl: Übungsleiter (26) soll Kinder sexuell missbraucht haben

(Symbolbild)
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jsf/pm Lüneburg – Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lüneburg hat das Amtsgericht Lüneburg Haftbefehl gegen einen 26 Jahre alten Übungsleiter aus Lüneburg erlassen. Dem dringend tatverdächtigen Mann wird unter anderem sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. 

So sei der junge Mann dringend tatverdächtig, als Übungsleiter unter anderem bei Jugendfreizeiten sexuelle Handlungen mit und an mehreren Jungen (Kinder und Jugendliche) vorgenommen zu haben teilen Polizei und Staatsanwaltschaft Lüneburg in einer gemeinsamen Presseerklärung am Donnerstagmittag mit.

Parallel besteht der dringende Verdacht, dass der 26-Jährige seit 2015 Nacktfotos und Videos via Mobiltelefon über einen Instant-Messaging-Dienst mit mehreren Jungen ausgetauscht hat beziehungsweise diese dazu animiert haben soll.

Nach ersten internen Gerüchten und Informationen wandten sich Funktionsträger und Vorstand der betroffenen Organisation im April 2019 an die Lüneburger Polizei und brachten "den Stein ins Rollen". In der Folge führte das Fachkommissariat "Sexualstraftaten" der hiesigen Polizeiinspektion umfangreiche Ermittlungen, vernahm Zeugen und Opfer und konnte weiterhin belastendes Material auf Datenträgern sichern. Der dringend Tatverdächtige trat nach Bekanntwerden umgehend von seinen Ämtern zurück und ist nicht mehr in der Jugendarbeit tätig.

Parallel erwirkten die Beamten über die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den 26 Jahre alten Lüneburger, der mittlerweile in Münster (Nordrhein-Westfalen) seinen Wohnsitz hat. Im Rahmen der Verhaftung des Mannes, die bereits am 17. Juli in seiner Wohnung in Münster von den Beamten vorgenommen wurde, stellten die Ermittler auch weitere Datenträger und Unterlagen sicher.

Nach Stand der derzeitigen Ermittlungen war der dringend tatverdächtige Lehramtsstudent seit mehreren Jahren als Übungsleiter in der betroffenen gemeinnützigen Organisation tätig und übte parallel weitere Tätigkeiten im Kinder- und Jugendbereich aus. Aktuell sind fünf Jungen im Alter von 11 Jahren und älter von den Taten betroffen, wobei die Ermittler es nicht für unwahrscheinlich halten, dass es noch weitere Missbrauchsfälle gab.

Die Vereinsverantwortlichen haben durch die Polizei Kenntnis erhalten, um nach eigener Entscheidung der Eltern und Erziehungsberechtigten andere Kinder darüber in Kenntnis zu setzen.

Die weiteren Ermittlungen zum Fall dauern an.

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