Bienenbütteler Unternehmen denkt kurz nach der Einweihung über spätere Erweiterungen nach

Almased wird größer und schneller

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Die Almased-Logistikhalle: Dort haben 500 000 Dosen Platz. Jetzt plant das Bienenbütteler Unternehmen ein neues Verwaltungsgebäude, vielleicht auch eine zusätzliche Halle.

Bienenbüttel. „Einfach weil es funktioniert“, dieser Slogan steht nicht nur auf den Dosen von Almased. Er gilt auch für das Bienenbütteler Unternehmen selbst, das mit einem einzigen Produkt Millionen umsetzt. Und Firmenchef André Trouillé setzt weiter auf Expansion.

So soll unter anderem das Geschäft in England und den USA intensiviert werden, das nach seinen Angaben jetzt schon 20 Prozent vom Umsatz ausmacht. Im November wurde der neue Firmensitz eingeweiht. 1,5 Millionen Euro flossen in eine Logistikhalle mit Bürotrakt für die 30 Mitarbeiter. Jetzt hat das Unternehmen neue Pläne.

Ein neues Verwaltungsgebäude mit etwa 30 Arbeitsplätzen könnte entstehen, vielleicht auch eine weitere Logistikhalle für den Versand. Das berichtet Trouillé auf Nachfrage der AZ. „Dass das nur der Anfang war, das war uns gleich klar“, erzählt der Firmengründer. Ursprünglich habe man dreistöckig bauen wollen. Das habe der Bebauungsplan jedoch nicht zugelassen. Der Neubau könnte im westlichen Teil des Firmengeländes im Gewerbegebiet Kläpenberg entstehen.

Zuletzt stagnierte der Absatz bei bei acht Millionen 500-Gramm-Dosen. Im Oktober brachte Almased eine laktosefreie Variante heraus. Trouillé spricht von Zukunftsplänen. Die sind aber Betriebsgeheimnis, denn die Konkurrenz auf dem umkämpften Markt der Nahrungsergänzungs- und Abnehmmittel schläft nicht. So viel steht für Trouillé fest: „Die Verbraucher zwingen uns, größer und schneller zu werden.“

Almased lässt die Mixtur aus Soja, Honig und Joghurtpulver nach wie vor an einem geheimen Ort produzieren und durch Logistikunternehmen transportieren. In der Bienenbütteler Halle werden nur Kleinmengen konfektioniert und Werbemittel gelagert. 500 000 Dosen haben dort Platz. „Die Halle ist gut gefüllt“, so Trouillé.

Voraussetzung für das Bauvorhaben ist eine Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet II“. Denn dort, wo das Bürogebäude entstehen soll, ist eine öffentliche Grünfläche vorgesehen, auf der sich die Natur entwickeln sollte. Als Kompensation soll eine gemeindeeigene Fläche in der Gemarkung Hohnstorf naturnah gestaltet werden. So sieht es die Verwaltungsvorlage zur Bebauungsplanänderung vor.

Einen Zeitplan gibt es noch nicht, betont Finanzchef Marc Dieck: „Das sind Gedankenspiele, wie es später mal aussehen könnte.“ Es gehe um die Möglichkeit, den Betrieb flexibel zu erweitern.

Die Änderung ist Thema im Bienenbütteler Bauausschuss, der am Dienstag, 28. Januar, ab 18.30 Uhr im Mühlenbachzentrum im Rathaus tagt.

Von Gerhard Sternitzke

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