200 Einwohner in Bienenbüttel sind laut Lärmschutzaktionsplan belastet

Der alltägliche Krach von der Bundesstraße  4

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Laut Lärmschutzaktionsplan werden tagsüber 200 Menschen in Bienenbüttel und den Ortsteilen vom Lärm der Bundesstraße 4 belastet.

Bienenbüttel – Die Einheitsgemeinde Bienenbüttel muss wie alle anderen Kommunen in Niedersachsen, wie von der EU gefordert, einen Lärmschutzaktionsplan aufstellen.

In diesem wird festgehalten, wo es Lärmprobleme im Gebiet der Gemeinde gibt, welche Auswirkungen der Lärm hat und welche Maßnahmen zur Minderung ergriffen werden müssen. Die gute Nachricht: Die Gemeinde selbst muss nicht tätig werden. Aber die Sache hat einen Haken, denn es gibt durchaus vom Lärm betroffene Bienenbütteler, aber die Gemeinde selbst kann dort keine Abhilfe schaffen, denn Lärmquelle ist die B  4 und damit ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg zuständig, heißt es in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat.

Die geschätzte Zahl der von Verkehrslärm betroffenen Anwohner an der B  4 beläuft sich laut den Berechnungen auf 200 am Tag und 100 in der Nacht. Insgesamt seien 100 Wohnungen auf einer Fläche von 5,5 Quadratkilometern betroffen. Dabei werden tagsüber Werte von 55 bis 65 Dezibel (A) und nachts von 50 bis 55 Dezibel (dB) erreicht. Betroffen sind laut den Berechnungen Häuser im Kernort, in Neu Steddorf sowie in Grünhagen, die entlang der B  4 liegen.

Belastungen durch Lärm im eigenen Wohnumfeld können sich laut Entwurf durch Störungen der Kommunikation, des Schlafs oder durch die eingeschränkte Nutzbarkeit von Garten, Balkon und Terrasse zeigen.

In Bienenbüttel werden aber nicht die Werte der sogenannten Belastungsschwelle überschritten, bei denen das niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz eine konkrete Aktionsplanung zur Lärmminderung fordert. Diese liegen bei 70 dB (A) am Tag und 60 dB (A) in der Nacht.

Die Gemeinde will aber laut dem Entwurf langfristig auf den Baulastträger einwirken und sich bei der Landesbehörde dafür einsetzen, dass Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms an der B  4 umgesetzt werden. Dies könnte zum Beispiel im Rahmen einer Fahrbahnsanierung passieren. Außerdem setzt die Gemeinde darauf, dass es durch Inbetriebnahme der A  39 langfristig zu einer deutlichen Entlastung der B  4 vom Schwerlastverkehr kommt. Damit sei eine deutliche Reduzierung des Verkehrslärms auf der Bundesstraße verbunden.

VON LARS LOHMANN

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