Materialpreise steigern Kosten der Kläranlagen-Sanierung um 155 000 Euro

Alles im Plan – aber es wird teurer

Die Kläranlage bei Hohenbostel wird saniert. Seit Anfang Februar laufen Erdarbeiten für die Belebungsbecken.
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Seit dem ersten Spatenstich im Frühjahr hat sich schon einiges auf der Baustelle „Klärwerk Hohenbostel“ getan. Aufgrund der höheren Materialkosten wird das Projekt aber auch um 2,5 Prozent teurer.
  • Lars Lohmann
    VonLars Lohmann
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Die Arbeiten an der Kläranlage in Hohenbostel schreiten weiter voran. Doch die Kosten werden noch einmal steigen

Bienenbüttel - Der Grund sind laut Bürgermeister Dr. Merlin Franke die sprunghaft angestiegenen Materialkosten in den vergangenen Monaten, sodass die energetische Erneuerung der Kläranlage um 2,5 Prozent teurer wird. Ursprünglich war mit Kosten in Höhe von 6,2 Millionen Euro gerechnet worden, wobei es eine Förderung von einer Million Euro gibt. Mit den gestiegenen Materialkosten kommen noch einmal 155 000 Euro oben drauf.

„Stand heute sind wir voll im Zeitplan“, sagt Franke. Damit kann die runderneuerte Anlage wohl im März 2022 in Betrieb gehen. Zurzeit wird das zweite der beiden neuen Belebungsbecken der Kläranlage betoniert. Außerdem werden Leitungen verlegt und die Gründung für das neue Rechengebäude und den Leitungskeller ist in Arbeit.

Die neuen Belebungsbecken werden im Gegensatz zu den alten Becken mit Druckluft belüftet und nicht mehr mit Schrauben und Walzen. Dadurch soll ein erheblicher Anteil Energie eingespart werden. Generell soll durch die Sanierung der Kläranlage der jährliche Energieverbrauch deutlich gesenkt werden, sodass pro Jahr 180 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Außerdem werden bis zu 180 Lastwagenfahrten im Jahr wegfallen, weil durch die Vererdung des Klärschlamms nur alle zehn Jahre 5000 Kubikmeter abtransportiert werden, was bisher jedes Jahr notwendig ist.

Doch vorher muss noch weiter gebaut werden. So steht noch der Bau der Rechen- und Sandfanganlage, des Leitungs- und Schaltungskellers sowie des Gebläse-Raumes an. Zudem müssen noch weitere Leerrohre für die Kabel verlegt werden. Auch Kabelzugschächte sowie das Pumpwerk für das Misch- und Ausgleichbecken und Rohrleitungen für die Abwasserführung sind noch zu bauen. Außerdem muss noch die Errichtung der Klärschlammvererdungsanlage geplant werden. Und die Nachklärbecken müssen noch saniert sowie die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik für die Anlage eingebaut werden.

Parallel zum Bau der neuen Anlagen wird derzeit die alte Technik der Kläranlage weiter betrieben. Sie kann erst abgeschaltet werden, wenn die neue Anlage die Arbeit aufnimmt. „Der neue Teil der Kläranlage wird erst in Betrieb genommen, wenn die Umbauarbeiten fertig sind. Das ist eine besondere Herausforderung“, sagt Merlin Franke.

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