41-Jährige behauptete, er hätte 13-Jährige schwer sexuell missbraucht

Afghane irrtümlich verdächtigt: Türsteher in Lüneburg verhindert offenbar Selbstjustiz 

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Ein Afghane wurde in Lüneburg offenbar fast Opfer von Selbstjustiz. (Symbolfoto)

pm/mdk Lüneburg. Höchstwahrscheinlich ist es nur dem Verhalten des 29 Jahre alten Türstehers aus Lüneburg zu verdanken, dass ein 23-jähriger Afghane am Sonnabend nicht Opfer von Selbstjustiz wurde. Aufgrund von Anschuldigungen hatte sich eine Gruppe von gewaltbereiten Personen gebildet.

Die Polizei musste einschreiten. Was war passiert?

Samstagmorgen gegen 3.20 Uhr wurde eine Polizeistreife zu einer Gaststätte am Stintmarkt gerufen, nachdem ein Türsteher eines dortigen Lokals den 23-Jährigen vor einer Personengruppe gerettet hatte. Diese wollte offenbar körperlich gegen den Afghanen vorgehen, so der Polizeibericht. Ermittlungen der Beamten ergaben, dass eine 41 Jahre alte Frau laut geäußert hatte, der 23-jährige Afghane habe etwas mit dem in der vorherigen Woche geschehenen, schweren sexuellen Missbrauch einer 13-Jährigen zu tun. Danach rottete sich die gewaltbereite Personengruppe zusammen.

Die Polizisten konnten schnell klären, dass es sich bei dem Afghanen nicht um den bereits identifizierten Tatverdächtigen handelte. Da der 23-Jährige selbst nach Klärung des Sachverhalts noch von mehreren Personen angepöbelt wurde, nahmen die Polizeibeamten ihn mit zur Wache, von wo aus er dann nach Hause gehen konnte.

Sowohl das Verhalten der später reumütigen 41-Jährigen, als auch der gewaltbereiten Personengruppe sei komplett inakzeptabel und werde von der Polizei ausdrücklich abgelehnt. Habe man einen gesuchten Straftäter entdeckt, solle man sich direkt an die Polizei wenden.

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