Zum Start der Autobahn GmbH

Geschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg: „Die A 39 muss ein Vorzeigeprojekt werden“

Autobahnschild auf der A 39.
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Der Bau der A 39 müsse konsequent vorangetrieben werden, denn Investitionen in Infrastruktur seien auch ein wichtiges Element, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu überwinden, sagt Michael Zeinert.

Lüneburg – Mit dem Jahreswechsel nahm die Autobahn GmbH ihre Arbeit auf und ist nun für die Planungen zur A 39 zuständig.

„Wir erwarten einen nahtlosen Übergang und eine verzögerungsfreie Fortführung der Planung“, sagt Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, zum Start der Autobahn GmbH des Bundes in Niedersachsen. „Die A 39 muss ein Vorzeigeprojekt der Autobahn GmbH werden, an dem diese von Beginn an ihre Leistungsfähigkeit beweisen kann.“

Nach Start des Probebetriebs der Autobahn GmbH in Hamburg und Schleswig-Holstein 2020 geht die neue privatrechtlich organisierte Gesellschaft Anfang 2021 in allen anderen Bundesländern und somit auch in Niedersachsen in den Regelbetrieb über. Damit löst der Bund die seit Jahrzehnten praktizierte Auftragsverwaltung der Länder ab und führt Planung, Finanzierung, Bau und Instandhaltung der Autobahnen auf Bundesebene bei der Autobahn GmbH zusammen. „Aus unserer Sicht benötigt die neue Autobahn GmbH vor allem ausreichend Handlungsspielraum, um die Planung vorantreiben und in Absprache mit allen Beteiligten Lösungen herbeiführen zu können”, sagt Zeinert.

2021 steht der erste Bauabschnitt vor dem Planfeststellungsbeschluss, der zweite und der sechste Bauabschnitt befinden sich weit fortgeschritten im Planfeststellungsverfahren. Für die Abschnitte drei, vier und fünf wird in Kürze die Einleitung der Planfeststellungsverfahren erwartet.

„Planungsbeschleunigung, Personal und Projektmittel, das ist der Dreiklang, den wir brauchen“, sagt Zeinert. Neben den umfangreichen direkten Finanzhilfen für Unternehmen seien Investitionen in Infrastruktur ein weiteres wichtiges Element, um den Weg aus der Coronakrise zu ebnen. Die Bundesregierung müsse daher auch nach 2021 die Mittel für die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans auf hohem Niveau halten.

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