SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann mit neuesten Nachrichten aus Berlin für Bienenbüttel

A 39, Agenda 2010 – und Schulz

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Arnold Witthöft, Ortsvereinsvorsitzender, und Kirsten Lühmann, Bundestagsabgeordnete, beim SPD-Frühjahrstreffen in Bienenbüttel. 

Bienenbüttel. „Der Winter ist wohl doch die bessere Zeit für den Empfang,“ begrüßte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Arnold Witthöft im Gasthaus „Zur Wassermühle“ die nicht allzu zahlreichen Besucher, die sich trotz Sommerwetter von SPD-Bundestagsabgeordneter Kirsten Lühmann mit neuesten Informationen versorgen lassen wollten.

Zuvor informierte Arnold Witthöft kurz aus Bienenbüttel. So ist am 12. Mai eine Infoveranstaltung zum Lärmschutz für den Bau des dritten Gleises mit einem Lärmschutzexperten aus Berlin geplant. Neueste Erkenntnisse zum Glasfasernetzausbau gibt es bei der Ratssitzung am 6. April, da sollen auch erstmalig Preise genannt werden. Neue Baugebiete sind ein weiteres wichtiges Thema, denn „Bienenbüttel muss wachsen“ befand Witthöft, bevor er das Wort an Kirsten Lühmann übergab.

Die Politikerin sprach zu diversen Themen. Dass ab 2020 nur noch leise Güterzüge oder langsame Züge erlaubt sein werden, sei eins der Gesetze, die gerade auf den Weg gebracht worden seien. Radfahrer, so Lühmann, seien sind innerorts auf der Straße sicherer aufgehoben, Fahrradschutzstreifen trügen zur Sicherheit bei. Die Bundestagsabgeordnete sprach davon, die Maut „mit Bauchschmerzen“ mitgetragen zu haben, und beschwichtigte die energisch vorgebrachten Bedenken, dass dies teurere Fahrzeuge zur Folge hätte. Auch Besitzer alter Autos erhielten die Mautgebühren in voller Höhe auf die Kfz-Steuer angerechnet, so Lühmann.

Die Anpassung der Agenda 2010 und die Einführung des Arbeitslosengeldes Q mit Fortbildungsrecht und Vermeidung der Altersarmut nannte sie als weitere aktuelle Themen. „Der Runde Tisch Lüneburg zur Planung des Bahnausbaus ist noch nicht eingesetzt, ein viertes Gleis aber bis 2030 genauso ausgeschlossen wie die Quertrasse“, so Lühmann, die in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Schutz vor Lärmbelästigung hervorhob.

Neue Techniken und Materialien könnten zum Schutz beitragen – aber vor Lärm, der gar nicht erst entstehe, müsse gar nicht erst geschützt werden: „Ortsumfahrungen sind eine Möglichkeit und müssen angesprochen werden, der Lärmschutz erfolgt dann aber auch nur auf der Umfahrungsstrecke, nicht im Ort“, gab die Politikerin zu bedenken.

Zudem starte in absehbarer Zeit der Bau des ersten Abschnitts der A 39, Bienenbüttel liege allerdings im zweiten, der für Bad Bevensen noch überarbeitet werden müsse.

Die Glasfaserinitiative, so Lühmann, sei ihr ganz wichtig und sie rät dringend zur Zustimmung, weil das schnelle Internet aus zahlreichen Gründen immer wichtiger werde.

Natürlich ist auch Martin Schulz ein wichtiges Thema. „Durch ihn haben wir wieder Lust auf Politik“, gab sie einen letzen Einblick in ihre politische Arbeit.

Von Monika Buhr

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