Besser als der Ruf

mr Stendal. Eine Autobahn schafft in der Region Arbeitsplätze. Junge Menschen kann so eine Perspektive geboten und sie in der Altmark gehalten werden, Führungs- und Fachkräfte lassen sich nur gewinnen, wenn auch das Umfeld stimmt –die Unternehmer und Politiker aus der Region, die gestern Vormittag den Startschuss für das "Bürgerbündnis Altmark" gaben, sind sich einig: Der Bau der A 14 ist dafür ein entscheidender Baustein."Wir im ländlichen Raum sind besser, als es uns manche zutrauen", formulierte es der SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Bergmann.

"Das ist eigentlich der entscheidende Satz des Tages", rief Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz aus.Dabei steht die Bevölkerungsentwicklung unter schlechten Vorzeichen. Eine Schrumpfung um 25 Prozent ergeben die Prognosen bis 2025 für die Altmark. "Dieses Phänomen gilt für den ganzen Osten", weiß CDU-Landespolitiker Hardy Güssau.Eine Lebensader für die Region werde die A 14 sein, ist die Runde überzeugt. "Überall wo Autobahnen sind, brummt die Wirtschaft", bringt es Ronald Könnecke, Produktionsmanager von Zorn Instrument, auf eine Formel.Mit der will das Bürgerbündnis nun altmarkweit Unterstützer suchen. Die Planungen für das Straßenbauprojekt sind weit gediehen. Wenn jetzt die Gegner des Projekts den Ausbau der B 189 wieder in die Diskussion bringen, "wäre das mit einem Zeitverlust von über zehn Jahren verbunden", spricht man beim Bürgerbündnis von unverantwortlicher Verzögerungstaktik.Der Bau der Autobahn ist für die Unternehmer und Politiker die derzeit größte Herausforderung. Doch auch bei anderen Themen für eine erfolgreiche Entwicklung der Altmark will das Bündnis seine Stimme erheben. Etwa beim Landesentwicklungsplan, der gerade überarbeitet wird. Bislang ist für die Altmark lediglich ein Industriegebiet auf dem ehemaligen KKW-Gelände bei Arneburg vorgesehen. Eine zweite Fläche, möglichst nah an Stendal angebunden, ist das Ziel, das Güssau und Bergmann, beide sind in ihren Fraktionen raumordnungspolitische Sprecher, in der Landeshauptstadt durchsetzen sollen. "Wir müssen ein Zentrum bilden, in dem unsere Kraft steckt, das muss Stendal sein", ist der Osterburger Volker Düsing überzeugt. Zentren und ländlicher Raum dürften sich nicht gegeneinander ausspielen.

Erschienen: 27.11.2008: sdl / TZ / Seite:2

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