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Beim Umstieg auf klimaneutralere Fahrzeuge: Dank der THG-Quote ein Zusatzeinkommen sichern

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Wer ein Elektrofahrzeug besitzt hat mit der THG-Quote die Möglichkeit, sich ein Zusatzeinkommen zu sichern.
Wer ein Elektrofahrzeug besitzt, hat mit der THG-Quote die Möglichkeit, sich ein Zusatzeinkommen zu sichern. © Pixabay

Seit 1. Januar 2022 können private Besitzer von Elektrofahrzeugen Geld im Rahmen der Treibhausminderungsquote (THG-Quote) erhalten. 

Die Zahlen sind alarmierend. Der Verkehr ist nach wie vor einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen. Zwar sind die Fahrzeuge heute umweltfreundlicher als noch vor 30 Jahren, dennoch liegen die im Straßenverkehr von LKWs verursachten Emissionen heute um 17 Prozent höher als im Jahr 1995. Der Grund dafür ist, dass der Güterverkehr zugenommen hat. Nun wird mit der THG-Quote eine neue Maßnahme gesetzt, um Autofahrer zum Umstieg auf klimaneutralere Fahrzeuge zu bewegen.

Was ist die THG-Quote und wer kann sie verkaufen?

Wer sich für ein Elektrofahrzeug entscheidet, trägt nicht nur maßgeblich zum Klimaschutz bei, sondern kann damit das Haushaltsbudget aufbessern. Seit 2022 besteht die Möglichkeit, im Rahmen der THG-Quote Geld zu verdienen. Der Hintergrund dafür liegt an der Tatsache, dass die Quote zur Minderung der Treibhausgasse bis 2030 von aktuell sechs auf 25 Prozent angehoben werden soll. Um die bisher geltenden Auflagen zu erreichen, mischten Mineralölunternehmen Biokraftstoff unter Benzin oder Diesel. Mit den verschärften Maßnahmen wird das nicht ausreichen. Daher müssen sie in Zukunft Kompensationszahlungen leisten. Wer den Besitz eines ausschließlich batteriebetriebenen Fahrzeugs nachweisen kann, ist anspruchsberechtigt. Die THG-Quote kann nicht von Haltern eines Hybridautos eingelöst werden. 

Wo und wie kann man die THG-Quote verkaufen? Geht das mehrmals?

Um die THG-Quote verkaufen zu können, muss ein Zwischenhändler eingeschaltet werden. Dieser lässt beim Bundesumweltamt prüfen, ob tatsächlich ein Anspruch besteht. Als Nachweis gilt die Zulassungsbescheinigung Teil 1. So wird vermieden, dass Besitzer die THG-Quote für dasselbe Elektrofahrzeug mehrmals anfordern. Allerdings kann beim Abschluss einer Versicherung, wie bei AdmiralDirekt, dieser Schritt auch erspart bleiben, da hier der Versicherer diesen Betrag ausgleicht.

Pro Jahr kann man die Quote nur einmalig verkaufen. Die Höhe der Quote unterliegt Schwankungen. Sie setzt sich auf dem Kaufpreis für die Zertifikate und die Provision für das Vermittlungsunternehmen zusammen. Mit Stand Dezember 2021 hat das Umweltbundesamt eine Treibhausgasminderungsquote von 1028,16 kg CO2-Äquivalent errechnet. Das bedeutet, dass Besitzer eines E-Fahrzeugs in diesem Rahmen Zertifikate einkaufen können. Allerdings ist die Quote an das Fahrzeug und nicht an den Besitzer gebunden. Entscheidet man sich für den Kauf eines gebrauchten Elektroautos und hat der Vorbesitzer für das laufende Jahr die THG-Quote bereits angefordert, steigt der neue Halter leer aus. Für E-Motorräder wird übrigens die THG-Quote in derselben Höhe ausgezahlt wie für Autos. 

Was muss für die Steuer beachtet werden?

Aktuell bewegen sich die Auszahlungssummen für THG-Quoten zwischen 255 und 350 Euro. Für die Abwicklung der Antragstellung besteht keine Eile: Sie kann bis zu 28. Februar des Folgejahres erfolgen. Was die Steuerbelastung betrifft, gibt es für Privatpersonen gute Nachrichten: Die THG-Quote unterliegt nämlich nicht der Einkommenssteuer. Anders verhält sich die Sachlage, wenn das Elektrofahrzeug zum Betriebsvermögen eines Unternehmens gehört. Dann gilt der Ertrag aus den Zertifikaten als Betriebseinnahme und gehört zum Gewinn. Bei Dienstfahrzeugen hat der Arbeitgeber das Recht, die THG-Quote zu beantragen. Für die Arbeitnehmer gibt es dadurch keine Konsequenzen, was die Lohnsteuer betrifft. 

Wer ein Elektrofahrzeug besitzt, hat mit der THG-Quote die Möglichkeit, sich ein Zusatzeinkommen zu sichern. Die Antragstellung erfolgt über einen Vermittler, der für seine Leistungen eine Provision einhebt. Es lohnt sich, einen Vergleich anzustellen und sich für das lukrativste Angebot zu entscheiden. 

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