Die Bedürfnisse. . .

. . .der Konsumenten werden ja von diversen Meinungsforschungsinstituten erkundet. Kaum ein Tag, in dem man keine Aufforderung zur Teilnahme an einer Umfrage oder der Aufnahme von Nahrungsproben bei entsprechenden Versuchen erhält.

Doch wenn Uhlenköper sich die daraus resultierenden Produkte ansieht, dann gibt es nur zwei Schlussfolgerungen: Entweder manipulieren die Geschmacks-Forscher ihre Ergebnisse, oder die Lebensmittelindustrie schert sich gar nicht darum. Denn wenn man so liest, was wir Verbraucher angeblich so wünschen, dann kann man am guten Geschmack der Bevölkerung schon zweifeln. Sägespäne im Erdbeerjoghurt etwa, die sollen den Eindruck erwecken dass man auf eine Frucht beißt. Auf der Liste der Inhaltsstoffe sind deshalb „Spuren von Holz“ vermerkt. Oder große Kaffeeanbieter, die das Kaffeepulver mit einer Art Mehl vermischen. Angeblich weil der Konsument das aus geschmacklichen Gründen wünscht. Und der Umstand, dass man so weniger Kaffee in das Pfund Kaffee füllen muss und entsprechend billiger produziert, ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt. Uhlenköper wünscht sich eigentlich nur eins: Ehrlichkeit, klare Mitteilungspflicht also, was in den Produkten alles so enthalten ist. Doch dass die Politik da endlich mal konsequenter im Sinne des Verbrauchers handelt, das glaubt nicht in Zeiten des großen Lobbyismus der Uhlenköper.

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