Baubeginn könnte im Jahr 2012 sein

Uelzen. Die gestrige Vorstellung der Vorzugstrasse war die Einleitung des Raumordnungsverfahrens für die Autobahn 39. "Jetzt wird es etwa neun bis zwölf Monate bis zur landesplanerischen Feststellung dauern", erläutert Friedhelm Fischer. Vom Gesetzgeber sind dafür mindestens sechs Monate vorgesehen, "aber das wird bei einem solchen Großprojekt nicht zu schaffen sein".

Ergebnis des Raumordnungsverfahrens wird eine so genannte "landesplanerische Feststellung" sein, die den Autobahnverlauf im Maßstab 1:100000 darstellt. "Damit wenden wir uns dann ans Bundesverkehrsministerium, um diese Linie bestätigen zu lassen", erläutert Fischer. Ist dies geschehen, beginnt voraussichtlich im Jahr 2007 das Planfeststellungsverfahren, gewissermaßen die Detailplanung des Trassenverlaufs im Maßstab 1:1000. "Dort legen wir den Verlauf parzellenscharf fest, können genau die Grundstücke benennen, die betroffen sind", erklärt Friedhelm Fischer. Dieses Verfahren dauere etwa drei Jahre, "ab 2010 rechnen wir dann mit einem Feststellungsbeschluss".

Baubeginn für die Autobahn39 könnte dann etwa in den Jahren 2010 bis 2012 sein. Und wie schnell die rund 110 Kilometer lange Fernstraße gebaut wird, "hängt davon ab, wie viel und wie schnell der Bund Geld dafür zur Verfügung stellt", so Fischer. Kommt das nur stockend, "werden wir uns vielleicht zunächst auf einige Abschnitte beschränken müssen".

Fließen die Millionen aber in größerem Umfang, "kann es bei so einer Autobahn nur sechs bis sieben Jahre vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung dauern".

Erschienen: 29.03.2006: AZ / 75 / Seite:3

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare