Rund ums Sonnendeck

Planer stellt Konzept für Ebstorfer Waldemar vor / Getrennte Becken für Nichtschwimmer und Schwimmer

Ein Mann kühlt sich im Freibad ab.
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Der Spaß steht im Vordergrund bei der Umgestaltung des Ebstorfer Waldemar. Der Nichtschwimmerbereich wird gegenüber dem Schwimmerbereich vergrößert.
  • Gerhard Sternitzke
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Mehr Familientauglichkeit, mehr Spaß, kürzere Bahnen – die Planungen für eine Neugestaltung des Ebstorfer Waldemar (AZ berichtete) kommen gut an. Planer Thorsten Schütze stellte sie jetzt in Ebstorf vor.

Ebstorf – Mehr Familientauglichkeit, mehr Spaß, kürzere Bahnen – die Planungen für eine Neugestaltung des Ebstorfer Waldemar (AZ berichtete) kommen gut an. „Es ist ein zeitgemäßer Entwurf. Wir haben viele Familien in Ebstorf“, sagte Bürgermeister Heiko Senking (UWG) bei der Präsentation der Planung im Ebstorfer Rathaus. Die Halbierung der Bahnen sei ein Wermutstropfen für den Sport, wird aber akzeptiert. „Ich finde es erfreulich, dass wir das Bad überhaupt halten können“, so Senking. Auch Badleiter Dominik Wolf fand lobende Worte: „Das ist ein moderner, sehr zeitgemäßer Schnitt.“ Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf sprach sich bei dem Termin im Klosterflecken einstimmig für den Entwurf eines Hildesheimer Planungsbüros aus.

Wasserfläche wird um 500 Quadratmeter reduziert

Die Umgestaltung und Verkleinerung des Freibads ist bereits seit Jahren geplant, um das Waldemar attraktiver zu machen und Energie einzusparen. Nach dem Entwurf wird die Wasserfläche um 500 Quadratmeter auf zukünftig 1015 Quadratmeter reduziert – rein rechnerisch ausreichend für 3384 Besucher. „Was immer noch viel ist“, wie Planer Thorsten Schütze betonte. Gleichzeitig verändert sich das Verhältnis der Nutzungsbereiche zugunsten der Nichtschwimmer gegenüber den Schwimmern auf 3:2.

Hier kommt das geplante große Sonnendeck ins Spiel. „Der Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich sollen getrennt werden, um Nutzerkonflikte zu vermeiden“, erklärte Schütze. Die Schwimmer wollen ihre Bahnen schwimmen, kreuz und quer plantschende Kinder und Jugendliche stören da – ebenso wie die, die vom Ein-Meter-Brett und vom Drei-Meter-Turm springen. Hier geht es auch um die Sicherheit. Deshalb gibt es ein abgewinkeltes Sprungbecken.

Das Wasser wird hier 3,40 Meter tief. Die bisherige Tiefe entsprach nicht mehr der Vorschriften. Erreicht wird der höhere Tiefgang durch einen Kunstgriff, einen erhöhte Beckenrand, mit dem das Freibad gleichzeitig barrierefrei wird. „Man kann sich einfach auf den Beckenrand setzen, sich drehen und ins Wasser gleiten“, erklärte der Planer.

Eine deutliche Aufwertung gibt es auch im Kleinkindbereich mit Attraktionen wie Wasserkanone, Pumpe und Minirutsche. Drumherum gibt es viel Platz für die Eltern. Im neuen Technikgebäude hat Schütze Wickelraum- und Toiletten für Eltern mit Kleinkindern eingeplant.

Umsetzung bis Herbst 2023

Wegen der Probleme bei der Ausschreibung drängt jetzt die Zeit. Bis Herbst 2023 muss der Umbau abgeschlossen sein, um den zugesagten Zuschuss von zwei Millionen Euro zu erhalten, erklärte Bauamtsleiter Roland Klewe. „Das ist zu schaffen, es sind aber zeitlich keine Puffer vorhanden“, so Klewwe. Ursprünglich wurden die Kosten einmal auf drei Millionen Euro geschätzt. Wegen der allgemeinen Baukostensteigerung und der neuen Planung – unter anderem soll das langlebigere Material Edelstahl für die Becken verwendet werden – ist mit einem deutlich höheren Betrag zu rechnen. Eine Kostenschätzung soll jetzt erstellt werden. Die letzte Entscheidung über die Planung trifft am 4. November der Samtgemeindeausschuss.

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