Bodenteichs Bürgermeister reagiert auf Diskussion ums Rathaus

„Wir waren uns einig“

Eigentlich sollte die Diskussion um das Bad Bodenteicher Rathaus erst in fünf Jahren geführt werden. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Mit Verwunderung reagiert Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar (CDU) auf die Diskussion rund um das Rathaus im Flecken.

Und nicht nur er: Auch Claus-Dieter Reese als einer der Initiatoren der Fusion der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt erinnert an den Fusionsvertrag. Dort wurde vermerkt, dass das Rathaus erst nach fünf Jahren wieder auf dem Prüfstand steht.

Grund für die derzeitige Diskussion ist die Anregung der SPD/Hintze-Gruppe, sich nach einer Alternative für den Sitz des Bad Bodenteicher Bürgerbüros umzugucken, um möglichst Kosten zu sparen. Das Bürgerbüro befindet sich im Erdgeschoss des ehemaligen Rathauses.

„Wir waren uns alle einig, dass gespart werden muss. Die erste Sparmaßnahme war, das Rathaus nicht komplett durchzusanieren“, bemerkt Reese. Er billigt Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke zwar Spielraum zu, aber er solle den Grundsatz einhalten. „Wir stehen am Anfang des Zusammenwachsens“, betonen Reese und Staßar, und da solle man Wort halten. „Wir werden aufmerksam beobachten, ob beim Fusionsprozess ausgewogen eingespart wird“, unterstreicht der Bad Bodenteicher.

Die beiden Politiker verstehen den Vorstoß der SPD/Hintze-Gruppe nicht. „Die Vereinbarung wurde vor der Fusion geklärt“, erinnert Reese. Auch Rainer Kölling, der ehemalige Samtgemeidebürgermeister von Bodenteich und ebenfalls Mitinitiator der Fusion, betont: Wenn es angezweifelt worden wäre, dass das Rathaus in Bad Bodenteich nicht bleibt, dann wäre es wohl nicht zu der Fusion gekommen.“ Mittelfristig soll das Rathaus bestehen bleiben. Die ganze Diskussion wurde im Vorfeld schon abgeklärt“, erinnert sich Kölling. Auch die Brandschutzmaßnahmen wurden beschlossen. „Es kann nicht sein, dass am Ende nur noch eine Person in Bad Bodenteich bleibt“, sagt Staßar. Und Reese ergänzt: „Bislang haben alle Mitarbeiter den Weg nach Wrestedt angetreten, aber kein Mitarbeiter den Weg nach Bad Bodenteich. Dabei läuft das Geschäft doch über die neuen Medien.“

105 000 Euro wurden übrigens noch im Jahr 2009 in das Rathaus investiert. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II wurde das Dach neu eingedeckt. Der Samtgemeinde entstanden deshalb keine Kosten. Die aktuellen Brandschutzmaßnahmen kosten die Samtgemeinde Aue nun 20 000 Euro mehr als geplant. 20 000 Euro wurden bereits verbaut, die weiteren 20 000 Euro sollen folgen. Staßar: „In fünf Jahren müssen wir nach einer Alternative suchen.“ Trotzdem zweifelt keiner die Fusion an sich an.

Von Jörn Nolting

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