Angeln und Schwimmen in Bodenteicher Park vorerst verboten

Nach Leckage einer Biogasanlage in Bokel: See weiter gesperrt

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Im Bodenteicher Seepark darf weder geschwommen noch geangelt werden bis die Untersuchungen des Wasser abgeschlossen sind. Foto: Lohmann

Bad Bodenteich. Im Seepark in Bodenteich ist das Angeln und Schwimmen bis auf weiteres verboten – bis die mikrobiologischen Wasserproben ausgewertet sind. Der Grund ist die Leckage einer Biogasanlage in Bokel im Nachbarlandkreis Gifhorn.

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„Wir müssen abwarten bis das beauftragte Labor alle Proben untersucht hat, erst danach kann ich guten Gewissens entscheiden, ob ich das Gewässer wieder freigeben kann“, informiert Bodenteichs Gemeindedirektor Alexander Kahlert. So sehe es auch das zuständige Gesundheitsamt. Entwarnung kann er hingegen beim Sauerstoffgehalt geben. Erste Tests hätten gezeigt, dass die am Donnerstag eingeleiteten Maßnahmen der Feuerwehr Wirkung gezeigt haben. Die Kosten für den Einsatz der Wehren aus Bad Bodenteich, Lüder und Langenbrügge will die Gemeinde, wenn möglich, dem Verursacher in Rechnung stellen. „Wenn nach den Untersuchungen klar ist, wer es war, werden wir ihm die Rechnung präsentieren“, stellt Kahlert klar. Überhaupt wundere er sich, warum der Defekt erst so spät bemerkt wurde und die Informationen so langsam weiterflossen.

Laut Andreas Aplowski, Leiter der Gewerbeaufsicht Braunschweig, war eine Überfüllsicherung defekt, sodass Gärsubstrat austrat, das über einen Regenwasserabfluss in die Aue gelangte.

Das Angeln im See sei erstmal für eine Woche verboten, informiert Gewässerwart Hans-Jürgen Detjen vom Bodenteicher Anglerverein. Die starke Verschmutzung sei eine Gefahr für Angler, warnt er. Bisher habe es zwar kaum tote Fische gegeben, aber solange nicht genau bekannt sei, was in den See gelaufen ist, wolle man kein Risiko eingehen.

Wann die Brühe aus dem Bodenteicher See geflossen ist, lässt sich nicht genau sagen, informiert Uelzens Kreissprecher Martin Theine, da mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Zum einen komme es auf das Wetter der nächsten Tage an, zum anderen hänge es von der tatsächlich eingeleiteten Menge Gärsubstrat in die Aue ab.

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