Holzgebäude in Bad Bodenteich, Massivbau in Wrestedt

Vorentwürfe für zwei neue Kita-Gebäude im Südkreis liegen vor

Das geplante neue Gebäude der Kita in Bad Bodenteich.
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So sieht der Entwurf für den Neubau der Kindertagesstätte in Bad Bodenteich aus. Er besteht aus Brettsperrholz und bietet Platz für zwei Krippen- und eine Kindergartengruppe.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Die neue Kita in Bad Bodenteich soll in Brettsperrholz-Bauweise errichtet werden, der Anbau neben der Krippe in Wrestedt als massives Gebäude aus Stein. Dazu haben die beiden Architektenbüros den Politikern jetzt die Vorentwürfe präsentiert.

Bad Bodenteich/Wrestedt – Ein Brettsperrholzbau in Bad Bodenteich und ein massiver Erweiterungsbau aus Stein in Wrestedt: Unterschiedlicher könnten die beiden geplanten Kita-Gebäude in der Samtgemeinde Aue nicht sein. In einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Friedhofs- sowie des Jugend- und Sportausschusses stellten die Architektenbüros jetzt die Vorentwürfe für die beiden Neubauten vor. Dafür gab es von den Politikern grünes Licht. Sobald der Nachtrags-Etat der Samtgemeinde genehmigt ist, soll in die Detailplanung eingestiegen werden. Die Entscheidung trifft danach der Samtgemeindeausschuss.

Wie berichtet, soll das neue Kita-Gebäude in Bad Bodenteich im Bereich der Skateranlage an der Burgstraße errichtet werden. Es soll etwa 700 Quadratmeter groß sein und zwei Krippengruppen mit je 15 Plätzen und eine Kindergartengruppe mit 25 Plätzen beherbergen.

Hinnerk Behn vom Büro Fischer Martens Behn schlug einen Brettsperrholzbau vor. Im Gegensatz zu einem Holzrahmen- oder Massivbau könne dieser deutlich schneller errichtet werden. Laut Zeitplan soll der Neubau im September 2022 an die Samtgemeinde übergeben werden. „Wenn die Bodenplatte fertig ist, steht das Gebäude innerhalb von zwei Wochen“, erklärte Behn.

Das neue Gebäude umfasst drei Gruppenräume mit jeweils einem kleineren Ruheraum und eigenem Bad. Hinzu kommt ein großer Mehrzweck- und Bewegungsraum, den alle drei Gruppen nutzen können. Toiletten, ein Büro, ein Personalraum, eine Küche und ein Entdeckerraum ergänzen das Konzept. Die Gebäudefassade besteht aus einer Holzverschalung.

Die geschätzten Gesamtkosten liegen laut Behn bei 2,37 Millionen Euro, was im Ausschuss für Stirnrunzeln sorgte. Denn der Samtgemeinderat hatte einen Kostenrahmen von maximal 2,3 Millionen Euro vorgegeben. „Wir sehen, dass das die richtige Bauweise ist. Es wird mit einer anderen definitiv nicht günstiger“, sagte Behn.

Kita-Leiterin Petra Friedrichs bat darum, die Bäder im Neubau ausreichend auszustatten. Die zwei vorgesehenen Waschbecken und zwei Toiletten pro Bad seien „viel zu wenig für 25 Kinder in einem Gruppenraum“, meinte sie. Ihre grundsätzliche Bitte lautete: „Man muss immer bedenken, dass Kinder Platz brauchen. Es geht viel um Bewegung.“ Ihre Stellvertreterin Andrea Kläden wies darauf hin, dass die Fenster der Gruppenräume nach Süden weisen und somit der Mittagssonne ausgesetzt sind. Daher sei dort unbedingt ein Sonnenschutz notwendig.

Schon etwas weiter als in Bad Bodenteich sind die Planungen für die Krippe am Mittelweg in Wrestedt. Dort soll am bestehenden Gebäude ein 670 Quadratmeter großer Anbau für zwei zusätzliche Krippengruppen mit jeweils 15 Plätzen geschaffen werden. Michael Köllner und Thomas Schultz vom Büro „Die Planschmiede 2KS“ stellten den Vorentwurf vor. Dieser beinhaltet zwei Gruppenräume inklusive Ruheräumen und Bad, dazu einen großen Bewegungsraum, eine Küche und einen Personalraum. Erschlossen wird der Anbau über einen Spielflur, der in ein Foyer mündet.

Der Massivbau bekommt eine rötliche Klinkerfassade und mehrere Satteldächer. Entsprechend wird das Flachdach des bestehenden Gebäudes umgestaltet. Der daneben stehende ehemalige Kindergarten, der wegen Schimmelbefalls geschlossen wurde, wird abgerissen. Für Dezember 2022 ist die Übergabe des Erweiterungsbaus vorgesehen. Die Gesamtkosten liegen bei 2,47 Millionen Euro.

„Diese Planung macht einen sehr guten Eindruck“, sagte Ausschussmitglied Thomas Lampe (CDU). Und er verhehlte nicht, dass ihm dieser Entwurf besser als der für Bad Bodenteich gefällt. Als Alternative zum dortigen Brettsperrholzbau könnte er sich einen Massivbau vorstellen.

Die Planungen seien aber nicht vergleichbar, antwortete Samtgemeindebürgermeister Michael Müller. „Die Planschmiede hatte viel mehr Zeit und viel mehr Vorgaben.“ Für Bad Bodenteich habe die Politik nur die ersten Planungsschritte beschlossen. Das Ziel sei, dort so kostengünstig und kurzfristig wie möglich zu bauen.

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