Zwangsumzug des Kindergartens: Übergangslösung in Bad Bodenteich kommt bei Wrestedtern gut an

Vier helle Räume und reichlich Platz

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Gesche Pinke und ihre Kinder Mads und Karla waren drei von zahlreichen Besuchern beim Tag der offenen Tür im neuen Gebäude des DRK-Kindergartens Wrestedt. Dieses befindet sich auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bad Bodenteich.

Bad Bodenteich. „Herzlich willkommen, gelbe Gruppe“, steht mit Kreide auf der Tafel in einem der Räume. Doch auch die Kinder der blauen, roten und grünen Gruppe sowie deren Eltern sind beim Tag der offenen Tür im neuen Gebäude des DRK-Kindergartens Wrestedt willkommen.

Es befindet sich auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bad Bodenteich. Zahlreiche Besucher schauten sich jetzt die Räume an, in denen seit dieser Woche 80 Kinder betreut werden.

Wie berichtet, dient dieses Gebäude als Übergangsdomizil bis zum Jahresende, weil die angestammten Räume des Wrestedter Kindergartens mit Schimmel belastet sind. Ab Januar 2019 soll dann ein neues Kindergartengebäude in Modulbauweise in Wrestedt zur Verfügung stehen.

Im Außenbereich wurde ein Spielplatz eingerichtet. Bis auf den Sandkasten stammen alle Geräte vom Kita-Gelände in Wrestedt.

Bei den Besuchern kommt das Bad Bodenteicher Quartier ausgezeichnet an. „Die Größe finde ich super, es ist hell hier und die Toiletten sind neu“, schwärmt Gesche Pinke, die mit ihrer Tochter Karla (3) und ihrem Sohn Mads (5) vorbeigekommen ist. Positiv sei, dass viel Mobiliar aus dem alten Kindergartengebäude mitgenommen wurde. „Dann fühlen sich die Kinder hier zuhause“, sagt Gesche Pinke. Selbstverständlich seien alle Tische, Stühle und Bänke vor dem Umzug gereinigt und desinfiziert worden, betont Verwaltungschef Michael Müller. „Und die Samtgemeinde hat für 15.000 Euro neue Spielgeräte und Bücher angeschafft.“

Vier Gruppenräume stehen im Erdgeschoss des Kindergartens zur Verfügung. In jedem von ihnen gibt es einen eigenen Spielbereich, in dem der Teppichboden neu verlegt wurde. Aus Brandschutzgründen wurde in allen vier Räumen ein eigener Fluchtweg geschaffen – eine kleine Treppe mit Stufen, die die Kinder gut bewältigen können, führt jeweils zu einem Fenster.

Auf Begeisterung stößt bei den Kindern der Bewegungsraum. Dort stehen ihnen ein Trampolin, Kisten, eine Wippe, eine Rutsche, Hüpfbälle und vieles mehr zum Herumtoben bereit. „Das ist ganz toll“, findet Stephanie Laurin, die ihre fünfjährige Tochter Liza beim Gang durch das Gebäude begleitet. „Hier können sich die Kinder entfalten.“

Darüber hinaus gibt es eine Küche mit nagelneuer Einrichtung. Nun können die Kinder auch wieder ein angeliefertes Mittagessen einnehmen. Das war im bisherigen Übergangsgebäude im Wrestedter Jugendzentrum nicht möglich. Neben dem Kindergartengebäude wurden überdies zwei Sanitärcontainer angebaut, ebenso gibt es einen umzäunten Spielplatz.

„In der Kürze der Zeit – gerade mal drei Wochen – haben alle hier viel geleistet“, freut sich Kita-Leiterin Melanie Schabert. „Es ist sagenhaft, was Hand in Hand geschaffen wurde.“ Nicht nur die Kinder hätten wieder ihre gewohnten Gruppen, auch die Kita-Mitarbeiterinnen könnten nun entspannter arbeiten.

„Man kann nicht meckern“, findet auch Besucherin Patricia Meyer. „Der einzige Wermutstropfen ist der Fahrweg.“ Dafür hat die Samtgemeinde einen Shuttle-Service zwischen Wrestedt und Bad Bodenteich mit vier Touren pro Tag eingerichtet. Die Zeiten richten sich nach dem Wunsch der Elternmehrheit. Um 7 und 8 Uhr startet der Bus am Wrestedter Rathaus, um 13 und 16 Uhr fährt er von Bad Bodenteich zurück. Die Kosten übernimmt vollständig die Samtgemeinde Aue. „Es wurden durchschnittlich 25 Kinder pro Tour angemeldet“, berichtet Müller.

Von Bernd Schossadowski

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