Vier Gemeinden sind in Ordnung

Die Christdemokraten aus Bodenteich bezeichnen den Fusions-Ablauf zwischen den Samtgemeinden Bevensen und Ebstorf als „beispielhaft“.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. Wenn auch die Sozialdemokraten der Samtgemeinde Wrestedt durch ihr Abstimmungsverhalten den Fusionsprozess, der von der überwiegenden Mehrheit der Räte in Bodenteich und in Wrestedt befürwortet wird, zum 1. November 2011 blockiert und damit eine für die Gemeinden kostspielige Situation heraufbeschworen hat, so ist dennoch die Gesprächsbereitschaft der CDU-Fraktion der Samtgemeinde Bodenteich nach wie vor gegeben, so lautet es aus dem Lager der Christdemokraten. Demzufolge hat sich die CDU-Samtgemeinderatsfraktion Bodenteich ausführlich mit dem Alternativvorschlag der Wrestedter SPD auseinandergesetzt.

Bedauerlich ist es, dass der Vorschlag, dass die neu zu bildende Samtgemeinde, die sich aus vier Mitgliedsgemeinden zusammensetzen soll, von der SPD Wrestedt durch Andreas Dobslaw auf der ersten Sitzung des Arbeitskreises abgelehnt wurde, erinnern sich die Bodenteicher Christdemokraten. Seitdem sind Monate vergangen.

Immer wieder hat die Bodenteicher CDU wegen der ausgeprägten kommunalen Infrastruktur in ihren Gliedgemeinden darauf hingewiesen, dass die Unterhaltung dafür deshalb bei den bestehenden drei Gemeinden Bad Bodenteich, Lüder und Soltendieck verbleiben soll. In monatelangen Verhandlungen hat man ein Paket geschnürt, sich geeinigt und in Vertragsentwürfen festgehalten, wofür die neue Samtgemeinde Aue und ihre Mitgliedsgemeinden zuständig sind. An diesem Ergebnis will die CDU-Fraktion der Samtgemeinde Bodenteich auch dann festhalten, wenn die neue Samtgemeinde, wie von der SPD aus Wrestedt vorgeschlagen, aus den Gemeinden Wrestedt, Bad Bodenteich, Lüder und Soltendieck besteht.

Einstimmig beschloss deshalb die CDU-Samtgemeinderatsfraktion Bodenteich, dass der Bildung der neuen Samtgemeinde Aue, bestehend aus vier Mitgliedsgemeinden zugestimmt wird und dass das vorhandene Verhandlungspaket nicht neu aufgeschnürt wird und keine Lasten verschoben werden. Denn bereits jetzt werden rund 70 Prozent der zu erwirtschaftenden Einsparungen seitens der Samtgemeinde Bodenteich erbracht.

Nun sind die Gremien in der Samtgemeinde Wrestedt gefordert, schnellstens abzuklären, ob dort aus den drei jetzigen Mitgliedsgemeinden eine Gemeinde entstehen soll. Die Bodenteicher CDU will schnellstens Klarheit haben, ob es zu einer Einigung kommt, denn bis zur Kommunalwahl sind es nur noch elf Monate.

„Die nicht der CDU, sondern der SPD Wrestedt anzulastende Zeitverzögerung wird beiden Samtgemeinden ein weiteres jährliches Defizit von mindestens 1 Million Euro einbringen“, so die Christdemokraten.

Als beispielhaft heben die Politiker den Fusionsprozess zwischen Bevensen und Ebstorf heraus. Die dortige SPD habe schnell und zielführend mitverhandelt.

,,Wir sind trotz aller Schwierigkeiten vom Vorteil des gemeinsamen Weges zur Samtgemeinde Aue überzeugt und wollen mit Wrestedt vertrauensvoll zusammen arbeiten,“ erklären die Fraktion und alle Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde Bodenteich einhellig.

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