Verschollen im Wald

Der Dreijährige aus Varbitz wurde am Sonntag von Polizei und Feuerwehr auch mit einem Polizeihubschrauber gesucht.Archivfoto: dpa

Soltendieck/Varbitz - Von Jörn Nolting. Ein Dreijähriger aus Varbitz hielt am Sonntag ab 14 Uhr gut 60 Rettungskräfte von Feuerwehr, DRK und Polizei, einschließlich Polizeihubschrauber, in Atem.

Der Knirps hatte bei einem sonntäglichen Spaziergang mit seiner Mutter gegen 13.30 Uhr einen unbeaufsichtigten Moment genutzt und war mit seinem kleinen Laufrad davongesaust. Die Mutter hoffte zunächst noch, dass der Junge nach Hause zurückgekehrt ist. Als sie ihn dort nicht antraf und die Suche im nahen Umfeld negativ verlief, informierte sie die Polizei.

Eine sofort eingeleitete große Suchaktion mit den umliegenden Feuerwehren und anderen Rettungskräften einschließlich eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera in den umliegenden Wälder und Feldern, die zum Teil mit Bächen durchzogen sind, führte zunächst nicht zum Auffinden des Jungen. Die anbrechende Dunkelheit erschwerte die Suche zusätzlich noch. „Wir waren froh, dass wir trotz des Castor-Transports noch einen Hubschrauber bekommen haben“, sagt Bodenteichs Gemeindebrandmeister André Pieper. Auch wenn der Hubschrauber gar nicht mehr zum Einsatz kommen musste. Eine große Hilfe beim Einsatz war auch die technische Ausstattung des Einsatzleitwagens der Bodenteicher Wehr mit GPS und elektronischen Karten. In langen Ketten wurden Felder und Wälder systematisch abgesucht und Passanten befragt. Erst nach gut zwei Stunden fiel der kleine Ausreißer einem jungen, beherzten Paar kurz vor der rund vier Kilometer entfernten Ortschaft Güstau in der Nähe der „Güstauer Teiche“ auf. Das Paar wunderte sich darüber, was ein kleiner Junge alleine in der Feldmark macht. Das Paar informierte sofort die Feuerwehr. Nach bangen Stunden konnte die Mutter ihren kleinen Ausreißer wieder in die Arme schließen. Insgesamt legte der Dreijährige eine Strecke von mehr als zwei Kilometern zurück.

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