Telefon-Ausstellung in Bad Bodenteich endet am 4. Oktober

Von der Vermittlungstafel bis zum Micky-Maus-Apparat

Auch diese beiden historischen Telefone von 1905 und 1924 sind in der Ausstellung im Burgmuseum zu sehen.
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Auch diese beiden historischen Telefone von 1905 und 1924 sind in der Ausstellung im Burgmuseum zu sehen. 

Bad Bodenteich – Wer noch nicht die Sonderausstellung „Rund ums Telefon“ im Burgmuseum in Bad Bodenteich gesehen hat, sollte sich sputen. Denn nach dem Saison- ende am Sonntag, 4. Oktober, gehen alle Exponate wieder zurück an den Leihgeber, den Fernmeldeclub Hannover.

Die Ausstellung bietet einen Überblick von den Anfängen der Nachrichtentechnik mit Licht- und Tonsignalen über die optische und elektrische Telegrafie bis zur Telefonie (AZ berichtete). Zu sehen sind eine Reihe von Telefonapparaten ab 1903, wie sie von der Post beim Kunden aufgestellt wurden. Darunter ist der beliebte „Schwarze Apparat“ W48, das erste schnurlose Telefon oder das Micky-Maus-Telefon.

Im Museum ausgestellt ist auch das erste Mobiltelefon, das mit einem Gurt über der Schulter getragen wurde. Zu sehen ist auch ein in seine Einzelteile zerlegter Telefonapparat, wie er ab 1961 in vielen Wohnstuben stand.

Besonders stolz ist Ausstellungsorganisator Dieter Warnecke auf eine große Tafel mit zwei Vermittlungssystemen, die in Funktion von jedem Besucher ausprobiert werden kann. Wird die Anlage in Betrieb genommen, summt und rattert es, wenn eine Telefonverbindung aufgebaut wird, so wie es in den Betriebsstellen der Fernmeldeämter bis etwa zur Jahrtausendwende üblich war. Auch eine relaisgesteuerte Nebenstellenanlage ist vor Ort vorführbereit.

Bis einschließlich 4. Oktober ist die Ausstellung im Burgmuseum – es befindet sich im Haupthaus der Burg – an jedem Wochenende von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An diesen Tagen steht Warnecke für Erklärungen und Anleitungen zum historischen Telefonieren bereit. Außerhalb der Öffnungstage kann der Besuch einer kleinen Gruppe mit Warnecke unter (0 58 24) 12 31 vereinbart werden.

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