Förderer des Bodenteicher Waldbades wollen Samtgemeinde entlasten / Reinigungs- und Pflegearbeiten

Verein übernimmt Kassendienst

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Eine Schaumparty war vor ein paar Jahren ein echtes Highlight für die jungen Besucher des Bad Bodenteicher Waldbades. Für 2018 hat sich der Förderverein ein buntes Programm überlegt. Zudem will er den Kassendienst ehrenamtlich übernehmen.

Bad Bodenteich. Der Bad Bodenteicher Förderverein Waldbad ist seinem Ziel, die Samtgemeinde Aue als Betreiberin des seit Jahren defizitären Freibades zu entlasten, näher gekommen. Dazu will der Verein den Kassendienst durch ehrenamtliche Kräfte übernehmen.

„Bei uns haben sich schon mehr als 30 Personen dafür gemeldet“, berichtet Pressewart Friedhelm Schulz im Gespräch mit der AZ.

Laut vorläufiger Betriebsabrechnung betrug das Defizit des Waldbades im Jahr 2017 rund 149.000 Euro. Das hatte der Verein kürzlich bei seiner Mitgliederversammlung mitgeteilt. Erlaubt ist laut Zukunftsvertrag aber nur ein jährlicher Zuschussbedarf von maximal 80.000 Euro (AZ berichtete). Durch die ehrenamtliche Übernahme des Kassendienstes ließen sich pro Saison etwa 10.000 Euro einsparen, schätzt Schulz.

Nach den Plänen des Fördervereins soll diese Aufgabe vom Start der Saison Mitte Mai bis zu deren Ende im Spätsommer vollständig in Eigenregie wahrgenommen werden. „Wir werden ein Drei-Schicht-System an der Kasse einführen: von 10 bis 13, von 13 bis 16 und von 16 bis 19 Uhr, und zwar an sieben Tagen in der Woche“, kündigt Schulz an. Jede Schicht werde doppelt besetzt. Dabei kümmere sich ein Vereinsmitglied um den Kassendienst, das andere stehe auf Abruf bereit, falls jemand kurzfristig durch Krankheit ausfallen sollte.

Auch bei der Mitgliederzahl erlebt der Förderverein einen Boom. Diesem gehören derzeit knapp unter 300 Personen an, schildert Schulz zufrieden. „Vor einem Jahr war es nur rund die Hälfte.“

Neben dem Kassendienst hat sich der Verein auch bereiterklärt, die Arbeit einer der beiden geringfügig beschäftigten Reinigungskräfte im Waldbad zu übernehmen. „Das spart der Samtgemeinde 2000 bis 2500 Euro im Jahr“, rechnet Schulz vor. Hinzu kommt eine weitere Unterstützung: Mitglieder des Fördervereins haben angeboten, Pflegearbeiten auf dem Badgelände in Eigenregie auszuführen. Dazu gehört beispielsweise, das Bad vor der Saisoneröffnung zu reinigen, zudem Bäume und Büsche zu schneiden sowie Laub zu harken. Für zwei Sonnabende, am 7. und 21. April, sind Arbeitseinsätze geplant. Details will Schulz noch bekanntgeben.

Außerdem will der Verein die Attraktivität des Waldbades durch zusätzliche Veranstaltungen steigern. Vor allem für Kinder und Familien soll es Angebote geben. Als Beispiele nennt Schulz ein Mehrstunden-Schwimmen, einen Spielenachmittag, eine Aktion für Schüler am letzten Tag vor den Sommerferien und freien Eintritt für alle Kinder und Jugendlichen, die am 3. August am Seeparklauf teilnehmen.

Trotz der positiven Entwicklung des Fördervereins sieht Schulz noch Steigerungsmöglichkeiten. „Wir benötigen noch weitere Unterstützer für den ehrenamtlichen Kassendienst“, sagt er. Auch zusätzliche Vereinsmitglieder seien willkommen. „Etwa hundert Mitglieder brauchen wir noch, das ist unsere Zielmarke.“

Von Bernd Schossadowski

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