Bauausschuss des Fleckens Bad Bodenteich will Paten zur Pflege der Anlage gewinnen

Unkraut wuchert im Rosengarten

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Wo sonst die Rosen blühen, hat sich im vorderen Beet der Wildwuchs durchgesetzt. Der Bauausschuss des Fleckens Bad Bodenteich hat jetzt die Situation im Rosengarten in Augenschein genommen.

Bad Bodenteich. Ganz genau hinsehen mussten jetzt die Mitglieder des Bad Bodenteicher Bau- und Umweltausschusses, als sie im Rosengarten bei der Burg die Namen gebenden Rosen entdecken wollten.

Das Problem: Der Wildwuchs in den Beeten hat Überhand genommen und Giersch, Schachtelhalm und Co. haben die Rosen und Hagebutten teilweise schon komplett überwuchert. Die beiden Saisonkräfte sowie der Bauhof kommen mit der Pflege der Fläche einfach nicht mehr hinterher. „Uns fehlt einfach das Personal“, sagt Bauamtsmitarbeiter Heinz Foth. Um die Pflege in Zukunft zu erleichtern, beschäftigte sich das Gremium jetzt mit einer von der Verwaltung vorgeschlagenen möglichen Verkleinerung der Beete – Kosten rund 9000 Euro. Man kam aber zu dem Ergebnis, zu versuchen, ehrenamtliche Paten für die Pflege zu gewinnen.

„Der Rosengarten soll ein Rosengarten bleiben“, sagt Ausschussvorsitzende Claudia Fabel-Buhr (SPD). Bei einer Verkleinerung der Beete und der Schaffung von Rasenflächen würde der Charakter des Gartens vollends verloren gehen. Vor allem, wenn das Rosenbeet entlang des Weges zur Burg wegfiele, drohe der Park unattraktiv zu werden. Daher empfahl das Gremium dort nochmal ins Beet zu gehen und das Unkraut zu beseitigen. Um die Pflege dort zu vereinfachen, soll zudem geprüft werden, ob ein Teil zum Steingarten umgestaltet werden kann.

Für eine Fläche direkt am Kindergarten empfahl das Gremium einen Radikalschnitt, um kleine wild wachsende Eichen aus dem Beet zu kriegen. Der Efeu soll aber als Bodendecker erhalten bleiben. „Wir schauen erstmal, was dann passiert. Plattmachen können wir das ganz immer noch“, meint Joachim Gade (CDU). Wichtig sei zunächst, die Beete wieder einigermaßen auf Vordermann zu bringen. Dann könne man auch Paten für die einzelnen Beete finden.

Ideen, wer die Pflege künftig übernehmen könnte, gibt es auch schon. So könnten die Konfirmanden ihre Sozialstunden bei einem Arbeitseinsatz im Rosengarten ableisten, schlug Gade vor. Auch der Kindergarten soll angesprochen werden. Ohne die Hilfe von Paten sei der Erhalt des Gartens in seiner jetzigen Form jedenfalls schier unmöglich, so Fabel-Buhr. „Wenn man ehrlich ist, wächst hier in jedem Beet Unkraut.“

Von Lars Lohmann

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