Bad Bodenteicher Oberschüler diskutieren mit Experten über Datensicherheit

Die Tücken der Smartphones

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Die Oberschüler Freda Zinke und Lars Wegmeyer präsentierten gestern beim Workshop die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen zum Thema Smartphones und Datensicherheit. 

Bad Bodenteich. Sie sind Segen und Fluch zugleich, bereichern das Leben, bergen aber auch die Gefahr einer unkontrollierten Datennutzung durch Dritte: Rund um Smartphones ging es gestern bei einem Workshop in der Oberschule Bad Bodenteich.

Einen wichtigen Ratschlag gab Frank Dalock, Geschäftsführer der Lüneburger Web- und App-Agentur Marktplatz, dabei den Schülern mit auf den Weg: „Seid im Umgang mit euren Daten verantwortungsbewusst. Es ist ein hohes Gut, das ihr da preisgebt. Andere verdienen viel Geld damit. “.

Mehr als zwei Dutzend Schüler aus den achten und neunten Klassen der Oberschule diskutierten mit drei Experten über das Thema „Was kann und darf mein Handy?“. Neben Dalock waren es Christian Behrens, Rechtsanwalt aus Uelzen, und Rasmus Robrahn, Referent bei der Landesbeauftragten für den Datenschutz in Niedersachsen. Der Schülerworkshop war Teil des überregionalen Projekts „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts-Forscher“. Es ist bislang an drei Schulen in Niedersachsen angeboten worden. Die Bad Bodenteicher Oberschule war eine davon.

Die Fragen der Jugendlichen an die Experten waren zahlreich. Was kann man tun, wenn man ein privates Foto beim Online-Dienst Instagram hochlädt, dieses aber plötzlich für die ganze Welt sichtbar in der Google-Bildersuche oder auf einem fremden Facebook-Profil auftaucht? Das wollte Anna Spors wissen. „Rein rechtlich ist das Löschen dieses Bildes möglich, praktisch ist das aber schwierig durchsetzbar“, antwortete Behrens. Denn wer habe schon Lust und Zeit, sich auf einen Rechtsstreit mit Online-Riesen wie Google oder Facebook einzulassen?

Behrens gab noch einen weiteren Tipp: Private Daten sollte man nicht dem Online-Speicher „iCloud“ anvertrauen, weil Fremde diesen einsehen können. „Bei beruflichen Daten würde ich persönlich von der ,iCloud‘ ganz weit die Finger lassen“, betonte der Rechtsanwalt.

Von Bernd Schossadowski

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