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Transfercamp für Ukrainer in Bad Bodenteich: Künftig 800 statt 500 Plätze

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Außenansicht eines Gebäudes auf dem ehemaligen BGS-Gelände.
Das Land will die Kapazität des Transfercamps auf dem ehemaligen BGS-Gelände in Bad Bodenteich von 500 auf 800 Plätze erhöhen. © Lars Becker

Seit einiger Zeit sind ukrainische Geflüchtete in der ehemaligen BGS-Kaserne in Bad Bodenteich untergebracht. Jetzt will das Land die Kapazität der Einrichtung um 300 Plätze erhöhen.

Bad Bodenteich – Die Kapazität der ehemaligen BGS-Kaserne in Bad Bodenteich als Transfercamp für Kriegsvertriebene aus der Ukraine soll kurzfristig von bislang 500 Plätzen auf 800 vergrößert werden. Das teilte die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen mit. Die dafür erforderlichen Baumaßnahmen seien bereits in Vorbereitung.

Zudem sollen neben Vertriebenen aus der Ukraine nun auch Asylsuchende in dem Camp aufgenommen werden. Das sei „aufgrund der Vollauslastung der Einrichtungen und der nicht absehbaren Entwicklung der Zugangszahlen“ erforderlich, erklärte Nina Jahnen, Sprecherin der Landesaufnahmebehörde.

Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume und der Bürgermeister der Samtgemeinde Aue, Michael Müller, reagieren, indem sie Forderungen an das Land formulieren. Sie erwarten ein höheres Konfliktpotenzial, wenn unterschiedliche Nationen im Camp untergebracht sind – insbesondere vor dem Hintergrund, dass ukrainische Kriegsvertriebene ein gänzlich anderes Verfahren mit deutlich höheren Leistungssätzen durchlaufen als Asylbewerberinnen und -bewerber.

Die Sozialbetreuung müsse verstärkt und die Bevölkerung kurzfristig informiert werden, so Blume und Müller. Zudem müssten Vorbereitungen getroffen werden, damit bei Bedarf mehr Kräfte von Sicherheitsdienst und Polizei vor Ort seien.

Die Aufnahmebehörde steht nach eigenen Angaben im engen Kontakt mit dem DRK als Betreiber des Transfercamps und will zudem die soziale Betreuung in der Liegenschaft ausbauen. Eine Infoveranstaltung für die Bürger Bad Bodenteichs sei geplant, heißt es. Der Termin werde gerade abgestimmt.

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