Erste Überlegungen für Liebesbrücke in Bad Bodenteich / Kostenfaktor noch nicht einschätzbar

Symbol für gemeinsame Zukunft

Soll mit einem neuen Geländer zur Liebesbrücke aufgewertet werden: Die Brücke in die Seewiesen hinter dem Kindergarten in Bad Bodenteich könnte eine neue Attraktion im Flecken werden. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Eine Liebesbrücke für Bad Bodenteich – diese Idee stellte Jörg Bohnecke (SPD) während der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses des Fleckens Bad Bodenteich vor. „Die Verwirklichung darf nicht zu weiteren Schulden führen“, betonte der Ideengeber.

Daher wäre er bereit, einen Beitrag als Spende zu leisten. Sollte die Spende nicht ausreichen, dann hätte er noch weitere in der Hinterhand.

Seine Idee: Die Brücke, die sich zwischen Kindergarten und Seewiesen befindet, könnte mit wenigen Schmiedearbeiten zu einer touristischen Attraktion werden. „Früher haben Paare als Zeichen ihrer Liebe Namen in Baumrinden geritzt. Heute werden Vorhängeschlösser zu Zeugnissen der dauerhaft geschlossenen Verbindung“, sagt Bohnecke. Das so genannte Liebesschloss wird am Brückengeländer befestigt und der Schlüssel ins Wasser geworfen. „Das Ritual soll zeigen, dass die Liebe füreinander so goß ist, dass nichts sie lösen kann. „Die Brücke verstärkt das Symbol, da sie bekanntlich Verbindungen bildet und Grenzen überwindet“, schildert Bohnecke. Woher der Brauch überhaupt kommt, ist längst Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen geworden. Auf der Hohenzollernbrücke in Köln beispielsweise hängen unzählige Schlösser. „Die Idee ist super, aber der Kostenfaktor hoch“, sagte Frank Seidel (CDU). Eigentümer der Brücke und des Geländes drumherum ist der Wasser- und Bodenverband. „Ich habe bereits eine Anfrage gestellt“, sagt Torsten Nowotny. „Die Brücke ist interessant, weil sie ein Schandfleck ist“, sagt der Ideengeber und ergänzt: „Die Brücke dient dann nicht nur als touristische Attraktion, sondern vielleicht auch als Symbol für eine neue Samtgemeinde, die alte Gräben für eine gemeinsame Zukunft überwindet.“

Von Jörn Nolting

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