SoVD Bad Bodenteich bestückt 20 Bänke im Seepark mit Notrufschildern

Ein Stück Plastik kann Leben retten

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SoVD-Beisitzer Erhard Schulze (links) beim Anschrauben der Notrufschilder an die erste Bank im Bodenteicher Seepark. Ortsvereins-Vorsitzender Heinrich Körtke schaut interessiert zu.

Bad Bodenteich. Sie sind zwar nur 15 mal acht Zentimeter groß, doch sie können Leben retten. Die Rede ist von den weißen Schildern aus UV-beständigem Kunststoff, mit denen jetzt 20 Notrufbänke im Bad Bodenteicher Seepark gekennzeichnet sind.

„Im Notfall 112 wählen“ ist darauf in roten und schwarzen Buchstaben zu lesen. Hinzu kommen die Standortnummer der jeweiligen Bank und der Hinweis auf den SoVD Bad Bodenteich, denn dieser hat die Schilder finanziert.

„Für den Rettungsdienst sind diese Schilder sehr wichtig. Die Helfer wissen dann sofort, wo sie hinmüssen, wenn jemand in Not ist“, erklärt Heinrich Körtke, Vorsitzender des SoVD-Ortsvereins. Der Flecken Bad Bodenteich wird die GPS-Daten jeder einzelnen Notrufbank ermitteln und an die Einsatzleitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Uelzen weiterleiten. So lässt sich die betreffende Bank, auf der jemand akute Hilfe benötigt, lokalisieren. Vorbild ist die Gemeinde Bienenbüttel, in der es seit 2016 bereits 98 Notrufbänke gibt.

So sehen die 15 mal acht Zentimeter großen Schilder aus.

Erhard Schulze, Beisitzer des SoVD Bad Bodenteich, brachte die 20 Schilder jetzt im Seepark an. Auf Holzbänken wurden sie mit Hilfe eines Akkuschraubers befestigt, auf Kunststoffbänken indes festgeklebt. Die erste Nummer bekam übrigens die Bank, die an der Weggabelung zwischen der Boccia-Bahn und den hölzernen Schweineskulpturen steht. 30 weitere Notrufschilder hat der SoVD dem Flecken Bad Bodenteich übergeben, der sie künftig dort einsetzen kann, wo es notwendig ist, zum Beispiel am Elbe-Seitenkanal. Die Gesamtkosten für alle 50 Schilder betragen laut Körtke rund 300 Euro.

„Ich finde es toll, dass sich der SoVD dafür einsetzt“, sagt der stellvertretende Fleckenbürgermeister Werner Schulz, der die Aktion im Seepark begleitete. Die Schilder seien eine sinnvolle Einrichtung und hätten für den Kurort große Bedeutung. Denn nicht nur ältere Besucher könnten in eine gesundheitliche Notlage geraten. „Es kann auch jüngere Leute treffen“, betont Schulz. Und Kerstin Brandt-Schulze, Schriftführerin des Ortsvereins, ergänzt: „Auch Eltern könnten für ihre Kinder mal auf schnelle medizinische Hilfe angewiesen sein.“

Auch Torsten Nowotny, Leiter der Kurverwaltung, begrüßt die Schilder: „Das ist sehr lobenswert. Im Notfall kommt es manchmal auf Sekunden an. Man kann dadurch wertvolle Zeit gewinnen.“ Der Tourismusausschuss werde demnächst darüber beraten, welche Bänke mit den Schildern bestückt werden sollen. „Man könnte sie zum Beispiel an Wegen anbringen, die stark frequentiert werden, aber auch an abgelegenen Plätzen“, meint Nowotny.

Von Bernd Schossadowski

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