In zwei Jahren soll der Betrieb in Soltendieck eingestellt werden

Spielkreis nur noch bis 2015?

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Der Spielkreis Soltendieck könnte Mitte 2015 schließen, so ein derzeitiger Entwurf der Samtgemeinde Aue. Die Zahlen der Kinder sinken.

Soltendieck. Der Kinderspielkreis in Soltendieck könnte im Jahr 2015 geschlossen werden. Darüber wurde nun im Verwaltungsausschuss der Germeinde informiert.

Harald Benecke, dem der Zukunftsvertrag im Nacken sitzt und der sparen muss, erklärte die Pläne, die es schon zu Zeiten der ehemaligen Samtgemeinde Bodenteich gegeben habe. Allerdings solle die Schließung sozialverträglich für die Angestellten ausgehen.

Für 20 Kinder war der Spielkreis, der von der evangelischen Kirche betrieben wird, gebaut. „Derzeit sind es neun“, sagt Benecke. Im Frühjahr würden noch etwa vier Kinder hinzu kommen, aber danach soll die Kurve bergab gehen. Das erzeugt Kosten: In den Abrechnungen der Jahre 2011 und 2012 gab es Minusbeträge von 32 000 beziehungsweise 35 000 Euro, erklärt der Verwaltungschef der Samtgemeinde Aue und Gemeindedirektor von Soltendieck. Vorherige Schätzungen aus den Jahren 2008 bis 2009 hätten noch Minuszahlen von etwa 18 000 Euro pro Jahr ergeben.

Die Schließung des Spielkreises ist Vertragsbestandteil des Zukunftsvertrages, so Benecke gegenüber der AZ. Bis 2014 hätte er demnach geschlossen werden sollen. Allerdings wolle man den Kinderspielkreis noch halten, damit zwei Mitarbeiterinnen planmäßig in Rente gehen können. Die letzte Erzieherin geht Mitte 2015 in Rente. Hätte man sie vorher in Rente geschickt, hätte die Samtgemeinde die Personalkosten für die Rente übernehmen müssen, meint Benecke. Das wäre wenig billiger geworden. Das Land würde die Regelung, den Spielkreis erst zum 31. Juli 2015 zu schließen, akzeptieren, „weil dies nicht von uns beeinflussbare Zwänge sind“, so Benecke.

Jürgen Wöhling, Bürgermeister der Gemeinde Soltendieck hat diese Pläne wie auch der Rat zur Kenntnis genommen. Mit Blick darauf, dass auch schon die Grundschule Soltendieck schließen wird (AZ berichtete) sagt er: „Es ist schon schwer, erst eine Schule zu verlieren und dann noch den Kinderspielkreis. Aber man muss sich vor Augen führen, in welcher Situation wir sind“. Denn auch er sieht das Problem der sinkenden Kinderzahlen.

Wöhling hofft nun, dass die Gremien der Samtgemeinde, die das Thema bald behandeln werden, sich für die spätere Schließung Mitte 2015 entschließen werden.

Von Kai Hasse

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