Der Sonne entgegen

Die Gäste der Einweihungsfeier des Windparks in Langenbrügge konnten mit der Gondel durch den Turm bis ganz nach oben fahren und des Ausblick genießen.

Langenbrügge - Von Ulrich Bleuel. Ganz Mutige fuhren selbst bei solchen Temperaturen der Sonne entgegen. Auf hundert Meter Höhe brachte der Aufzug die kleinen Gruppen in die Gondel der Windenergieanlage. Ein imposanter Ausblick und eine Einweisung in die Maschinerie waren der Lohn für die Sonnenanbeter.

Eine Reise durch den Turm bis zur Nabenhöhe des Windrades war Höhepunkt des Mühlenfestes zur Einweihung des Windparkes Langenbrügge, ausgerichtet von Planet Energy als Betreiber und der GETproject als realisierende Bauherrin und technische Betriebsführerin.

Der Windpark besteht aus zwei Windenergieanlagen des Typs REpower MM92. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 100 Metern und einen Rotordurchmesser von 92 Metern. Beide Anlagen erbringen eine Leistung von vier Megawatt, so dass in Langenbrügge eine jährliche Leistung von rund zehn Millionen Kilowattstunden Strom produziert werden wird. Das entspricht in etwa den Verbrauch von 3300 Haushalten. Die Baukosten beliefen sich auf rund acht Millionen Euro.

„Mit der Leistung ist dieser Windpark ein Floh im Vergleich zum Dinosaurier Atomkraftwerk“, zog Sönke Tangermann als Geschäftsführer der Planet Energy eine erste Bilanz. „Die Dinosaurier sind ausgestorben. Wir setzen mit Wind- und Photovoltaikanlagen auf saubere Kraftwerke.“

Allein der Windpark Langenbrügge werde gegenüber dem bundesdeutschen Kraftwerksmix eine jährliche CO2-Ersparnis von 5400 Tonnen erbringen. „Damit können Sie mit einem VW Golf mehr als 300 Mal um die Erde fahren.“

Mehr als zehn Jahre sind von der Änderung des Flächennutzungsplanes über Bauantrag und Baugenehmigung bis zur Fertigstellung vergangen. Lüders Bürgermeister Eberhard Siemeke zeigte den Weg auf und sprach sich für erneuerbare Energie als Zukunft aus. „Seit mehr als zwölf Jahren planen und realisieren wir Windparks.“ Geschäftsführer Per Lind von der GETproject nannte Zahlen. „41 Windkraftanlagen wurden von uns bisher im Landkreis Uelzen gebaut. Investiert wurden dabei knapp 100 Millionen Euro. Der Jahresenergieertrag der von uns realisierten Windkraftanlagen reicht aus, um fast 97 Prozent aller Einwohner des Kreises mit sauberem Strom zu versorgen.“

Versorgt wurden aber auch die vielen Besucher des Mühlenfestes mit einem leckeren Büfett und kühlen Getränken, mit Spielmöglichkeiten und Wissensecken.

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