Samtgemeinderat Aue stimmt mehrheitlich für Schließung im August

Schule aus in Soltendieck

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Soltendieck. Die Entscheidung zur Schließung der Soltendiecker Grundschule ist vergangenen Mittwoch endgültig gefallen: Die Drei-Linden-Schule wird zum kommenden Schuljahr geschlossen.

„Wir stehen vor der schwierigen Situation, den Haushalt zu erstellen und sind aufgefordert, die Festlegung des Zukunftsvertrags umzusetzen“, wiederholte Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke gebetsmühlenartig bei der Sitzung des Samtgemeinderates am Mittwoch. In der Diskussion solle nicht nur die Seite des Schulträgers beleuchtet werden, sondern auch die pädagogische. „Wir sind einvernehmlich mit den Eltern zur Entscheidung in Soltendieck gekommen“, betont der Samtgemeindebürgermeister und geht einen Schritt weiter: „Wir werden noch zu Entscheidungen gezwungen sein, die wir uns jetzt noch gar nicht ausmalen können. “.

Sein Dank gilt vor allem den Soltendieckern Elternvertretern, die sich konstruktiv und fundiert mit der Schule auseinandergesetzt haben. Auch das engagierte Mitwirken von Bad Bodenteichs Schulleiterin Ursula Karfeldt lobte Benecke. „Es ist nicht einfach, einen Schulstandort zu schließen“; weiß der Verwaltungschef. Aber wenn die Kinderzahl nicht ausreiche und Lehrermangel herrsche, dann müsse eine solche Entscheidung getroffen werden.

CDU-Fraktionssprecher Heinz-Hermann Schulze schlug in die gleiche Kerbe: „Es ist niemandem leicht gefallen, aber es geht nicht anders.“

„Der Zukunftsvertrag ist ein Sparvertrag“, unterstrich SPD-Fraktionssprecher Andreas Dobslaw. Die Sozialdemokraten schließen sich sich dem Respekt vor den Eltern an. Doch Dobslaw ging noch weiter: Die Diskussion solle nicht bei der Grundschule Lüder aufhören – es kommen auch Diskussionen um Wieren und Wrestedt.

Für Tankmar Sauer haben die Soltendiecker Eltern einen „resignierten Eindruck“ gemacht. Es sei ein „langer Leidensweg“ gewesen. Tankmar Sauer stimmte gegen die Schließung in Soltendieck und warf die Frage in den Raum, warum gut funktionierende Schulen wie Lüder überhaupt geschlossen werden sollen.

„Anhand der Zahlen ist zu sehen, dass der demographische Wandel dramatisch ist“, erwiderte Andreas Rösler (SPD) und betonte, dass die Eltern aus Soltendieck nicht für eine Schließung gestimmt, sondern sich für eine Variante entschieden haben.

Lüders Bürgermeister und CDU-Ratsherr Jürgen Schulze hingegen unterstützte Tankmar Sauers Meinung: „Die Eltern wurden mürbe gemacht. Dazu kam der Lehrermangel.“ Jürgen Schulze geht davon aus, dass die Diskussion in Lüder und Wieren anders ablaufen werde, weil die Eltern dahinter stünden. Mit vier Gegenstimmen wurde die Schließung der Soltendiecker Grundschule am Ende mehrheitlich beschlossen.

Von Jörn Nolting

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