Volles Haus und Fangesänge: Königsblaue Knappen dominieren die Karnevalsfeier

Schalke-Show in Schostorf

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Wie im Stadion: Groß und Klein feierten am Sonnabend in Königsblau – ganz zur Freude des neuen Karnevalsprinzen Karsten Niebuhr.

Schostorf. Vieles war so anders beim diesjährigen Vergnügen des Karnevalsvereins Schostorf. Und lange wird man in den Annalen des Vereins zurückblättern müssen, um auf einen Prinzen zu treffen, der so mit seinen Lieblingsfarben einer Prunksitzung den Stempel aufsetzte.

Prinz Karsten Niebuhr, „der blau-weiße Holzwurm“ ist Fußballfan. Die Königsblauen aus dem Revier haben es ihm angetan. Und über die vielen weiteren Fans, egal ob Karnevalisten oder Fußballer, war man in Schostorf schon erstaunt, denn es gab keinen Sitzplatz mehr im Saal des Gasthauses Behn. Auf Schalke würde man sagen, „die Hütte ist voll!“.

Ausgelassen feierte man und stellte für einige Stunden die gelb-grünen Farben des Karnevalsvereins in den Hintergrund. Blau-Weiß war an diesem Vormittag angesagt. Und da spielten auch die Schoofunken mit. Sie huldigten ihren Prinzen und tanzten auf der Bühne in Schalke-Trikots. Mit Namen wie Kuranyi oder Büskens auf dem Rücken nicht ganz aktuell, aber durchaus traditionsbewusst. Was folgte, waren gekonnte Darbietungen zu Fangesängen der Knappen, wobei auch das legendäre „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“ nicht fehlen durfte. Für den Prinzen war es wie ein Heimspiel auf Schalke.

Neben den Auftritten der Schoofunken („Das Beste was Schostorf zu bieten hat“) und der „Minis“, die natürlich auch in Blau-Weiß daherkamen, durften auch die Urgesteine Schostorfer Karnevals Antje Rodewald-Schulz und Herbert Rodewald nicht fehlen, die in ihren Paraderollen als Frieda und Anneliese in die Bütt traten und einmal mehr mit bissigen Be- und Anmerkungen die Lacher auf ihrer Seite hatten. Viel Spaß auch bei der Verteilung der mehr als 50 Preise bei einer „Tombola“. An die Glücklichen wurden solch sinnige Preise wie ein BMW (Brot mit Wurst), Gliedschützer (Fingerhut), Frischfleischautomat (Mausefalle) oder einen Sommer lang frischer Salat (Samentüte) verteilt. Mit der Prunksitzung aber endete das karnevalistische Dorfvergnügen noch lange nicht. Auf den Straßen tobte das Leben weiter. In bunten Kostümen zogen die Generationen durch das geschmückte Schostorf, um die Grundlagen für das gemeinsame Essen zu schnorren und sich Power für den Abend zu holen, an dem es auf dem Saal im Gasthaus Behn zum Wiedersehen mit den Schoofunken und Gästen aus Langenbrügge und Wieren kam.

Von Ulrich Bleuel

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