Verwaltung will Konzept zum Umbau erstellen lassen

Sanierung der Grundschule Bodenteich mit vielen Fragezeichen

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Die Bad Bodenteicher Grundschule müsste dringend saniert werden. Die Samtgemeinde Aue schlägt vor, dazu ein Konzept erstellen zu lassen. Doch das stieß im Bauausschuss auf ein geteiltes Echo.

Bad Bodenteich – Die Sanierung ist dringend notwendig, ein Neubau ist wegen der immensen Kosten jedoch nicht finanzierbar.

Wie soll es mit der in die Jahre gekommenen Grundschule an den Seewiesen in Bad Bodenteich weitergehen? Darüber diskutierte der Bauausschuss der Samtgemeinde Aue jetzt kontrovers und noch ohne Ergebnis.

Die Verwaltung warb dafür, ein Architektenbüro zu beauftragen. Dieses soll prüfen, ob eine Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich wäre und wie diese erfolgen könnte, erläuterte Bauamtsmitarbeiterin Johanna Rößler. In diesem Zusammenhang müsste ein Konzept erstellt werden, das Aspekte wie Raumsituation, Barrierefreiheit und Akustik in der Schule berücksichtige.

Das Ziel sei, eine Sanierungsstrategie zu erarbeiten, sagte Samtgemeindebürgermeister Michael Müller. Er setzt darauf, dass die Grundschule schrittweise im laufenden Bestand modernisiert wird. Das würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Für die Erstellung des Konzepts sollten 290 000 Euro in den Haushalt 2020 der Samtgemeinde eingestellt werden, schlug Müller vor.

Im Ausschuss stieß diese Idee auf ein geteiltes Echo. Michael Bombeck (Grüne) begrüßte ein solches Sanierungskonzept. „Wir brauchen eine Strategie, um die Haushaltsmittel zielgerichtet einzusetzen“, meinte er. Natürlich sei das mit Kosten verbunden. „Aber wir müssen in diesen sauren Apfel beißen.“

Damit konnte sich Jürgen Wöhling (CDU) jedoch nicht anfreunden. Er verwies darauf, dass in den vergangenen Jahren bereits mehrere Gutachten zur Sanierung der Bad Bodenteicher Grundschule erarbeitet wurden. Nach Ansicht von Wöhling sollte die Samtgemeinde diese lieber zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen, anstatt Geld für die Erstellung einer weiteren Expertise auszugeben. Zudem regte Wöhling an, zur Finanzierung eines Schul-Umbaus öffentliche Förderprogramme anzuzapfen.

Thomas Lampe (CDU) hält es für falsch, wenn die Sanierung der Schule immer nur punktuell erfolgen würde – nämlich dann, wenn gerade Geld vorhanden sei. Stattdessen sollten sich Politik und Verwaltung auf einen konkreten Fahrplan für die Umsetzung der Arbeiten einigen. „Dass uns die Schule viel Geld kosten wird, ist allen klar“, betonte Lampe.

Im Schulgebäude gebe es einigen Sanierungsbedarf, berichtete Schulleiterin Julia Bäcker dem Ausschuss. Das größte Problem ist aus ihrer Sicht der fehlende Schallschutz in einigen Räumen. Außerdem bröckele an mehreren Stellen der Putz. „Da sind Malerarbeiten überfällig“, meinte Julia Bäcker.

Der Ausschuss verwies dieses Thema zur weiteren Beratung zunächst an die politischen Fraktionen.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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