Anwohner warnt vor Gefahren für Radler und Autofahrer

Röhrsen: Schwere Äste stürzen von Pappel auf Kreisstraße

Dirk Schröder steht neben dem herabgestürzten Ast einer Pappel an der Kreisstraße zwischen Röhrsen und Reinstorf.
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Dirk Schröder begutachtet den herabgestürzten Ast einer mächtigen Pappel an der Kreisstraße zwischen Röhrsen und Reinstorf.
  • Bernd Schossadowski
    VonBernd Schossadowski
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Von einer mächtigen Pappel an der Kreisstraße zwischen Röhrsen und Reinstorf sind in jüngster Zeit schon mindestens zwei Mal schwere Äste auf die Fahrbahn gestürzt. Anwohner Dirk Schröder ist deshalb besorgt. Er warnt davor, dass Radler oder Autofahrer verletzt werden könnten.

Röhrsen – Was wäre wohl passiert, wenn Dirk Schröder und seine Mutter die mächtige Pappel an der Kreisstraße zwischen Röhrsen und Reinstorf ein paar Sekunden früher mit ihren Fahrrädern erreicht hätten? Wären die beiden jetzt schwer verletzt oder womöglich tot? Diese Fragen stellt sich Schröder – und seine Besorgnis ist auch knapp drei Wochen nach dem Vorfall nicht gewichen.

An jenem Tag radelten der Röhrsener und seine Mutter über besagte Straße, um in Bad Bodenteich einzukaufen. Plötzlich krachte es. Etwa hundert Meter vor ihnen stürzte ein dicker Ast von der Pappel auf die Straße. „Es war reine Glückssache, dass wir vorher aufgehalten wurden. Meine Mutter hatte am Straßenrand eine Bekannte getroffen, angehalten und sich mit ihr unterhalten. Sonst wäre das nicht so glimpflich ausgegangen“, erzählt Schröder. Denn so kamen sie erst ein paar Sekunden nach diesem Vorfall an der Pappel an.

„Das hat richtig gescheppert“, erinnert sich Schröder an den Moment, als der etwa 15 Zentimeter dicke und mehrere Meter lange Ast herabfiel. „Der hat einige kleinere Äste mitgerissen. Und dabei war es gar nicht stürmisch.“ Es sei auch kein morscher Ast gewesen. „Der war voll belaubt“, betont er.

Gemeinsam mit zwei Kindern, die ihm entgegengekommen waren, räumte Schröder die Äste in den Grünstreifen neben der Straße. Danach verständigte er die Polizei. Daraufhin wurden die Äste von Mitarbeitern der Kreisstraßenmeisterei mit einer Motorsäge zerkleinert, wie Martin Theine, Sprecher des Landkreises Uelzen, auf AZ-Anfrage bestätigt.

In der vergangenen Woche glaubte Schröder seinen Augen nicht zu trauen: Auf der anderen Seite der Kreisstraße lag ein weiterer herabgestürzter Ast. „An dem Baum hängen noch weitere Äste bedrohlich herunter. Ich habe Angst um mich, meine Mutter, aber auch um andere Rad- und Autofahrer. Jederzeit kann ein weiterer Ast herunterkrachen und Menschen erschlagen“, warnt Schröder und verweist auf die Verkehrssicherungspflicht des Landkreises. Allerdings möchte er nicht, dass die Pappel gefällt wird. „Das ist ein toller Baum. Es müssen nur die gefährlichen Äste entfernt werden.“

Und es werde gehandelt, verspricht Theine. Mitarbeiter des Amtes für Kreisstraßen hätten den Baum bereits „hinsichtlich der Gefahr weiteren Astbruches in Augenschein genommen“, sagt er. „Im Herbst dieses Jahres soll eine erneute Überprüfung stattfinden und in diesem Zuge geklärt werden, ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen sinnvoll beziehungsweise erforderlich sind.“

Das Fachamt stufe den Zustand der Pappel als gesund und verkehrssicher ein, so Theine. „Dies gilt für normale Wetterlagen. Bei Unwettern mit Sturm- oder Orkanböen besteht natürlich grundsätzlich immer, auch bei gesunden Bäumen, die Gefahr, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume entwurzelt werden beziehungsweise abknicken.“

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