Bad Bodenteich stellt als Partnerprojekt der Internationalen Gartenschau seine Ideen vor

Präsentation in Hamburger S-Bahn

Ein elektrisches Kleinboot könnte die mit bloßer Beinkraft betriebenen Gefährte ergänzen: Der Seepark in Bad Bodenteich ist als „Mehrgenerationenpark“ Partnerprojekt der IGS. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Die Planungen im Hinblick auf die Teilnahme als Partnerprojekt an der Internationalen Gartenschau (IGS) 2013 in Hamburg nehmen langsam Gestalt an.

Am kommenden Dienstag werden Vertreter des Kurfleckens, mit dabei auch Bürgermeister Edgar Staßar, ihre Konzepte zum Großevent auf einer ungewöhnlichen Pressekonferenz vorstellen.

In einer 45-minütigen S-Bahnfahrt durch Hamburg werden sich fünf der insgesamt 20 Partnerprojekte vor der Presse präsentieren. Eine weitere Möglichkeit für Bad Bodenteich, für sich zu werben. Denn darin besteht ein wichtiger Zweck der Teilnahme: Einerseits wird in den Partnerprojekten für die IGS geworben, andererseits bietet ihnen das Großereignis auch eine Plattform, potenzielle Besucher für sich zu begeistern.

Im Vorfeld der Veranstaltung, die vom 26. April bis zum 13. Oktober des kommenden Jahres in der Hansestadt stattfindet, kann man über mangelndes Interesse nicht klagen: „Die erste Auflage von 2500 Flyern, die wir an verschiedenen Stellen ausgelegt haben, ist bereits vergriffen“, berichtete der Chef der Kurverwaltung Bad Bodenteichs, Torsten Nowotny, vor dem Tourismusausschuss des Kurfleckens. Konsequenz: Der Druck von weiteren 2500 Flyern wird in Auftrag gegeben.

Demnächst werden außerdem Fahnen der IGS in Bad Bodenteich wehen: „Bei der Musikmuschel im Seepark und auf dem Burggelände sind mögliche Standorte“, stellte Nowotny bei der Ausschusssitzung in den Raum. Über weitere Platzierungen möchte man sich beratschlagen, wenn die insgesamt neun bestellten Fahnen eingetroffen sind. Ein unweigerlicher Vorteil dieser Maßnahme: Sie kostet nichts. Denn bei aller Vorfreude auf die Aktionen, die im Zusammenhang mit der IGS in Bad Bodenteich geplant sind, schwebt ständig auch die Kostenfrage über den Köpfen der Verantwortlichen.

Insofern spielen mögliche Sponsoren bei den Überlegungen, welche Programmvorschläge realisierbar sind und welche nicht, eine entscheidende Rolle. So etwa bei der Idee, den „Fuhrpark“ am See durch ein elektrisches Kleinboot zu erweitern. „Es ist vorerst nur ein Denkanstoß“, stellt Nowotny klar, aber gerade im Hinblick auf das Leitmotiv „Mehrgenerationenpark“ ein durchaus interessanter. Ältere Senioren oder auch Menschen mit Behinderung, die das vorhandene Angebot an Tretbooten nicht nutzen könnten, bekämen so die Möglichkeit, ebenfalls Touren auf dem See zu unternehmen. Nicht zuletzt sei man mit einem solchen Angebot auch Vorreiter in der Region.

Weitere Ideen, die man verfolge, seien unter anderem ein Kletterpark und eine „Obstnasch-Ecke“. Darüber hinaus sollen kleinere Ausbesserungen beziehungsweise Aufwertungen im Seepark vorgenommen werden, wie etwa ein neuer Anstrich der Seeterrasse. Dabei hat man auch das nächste Seeparkfest im Blick, dass in den Zeitraum der IGS fällt und sich zum 40. Mal jährt.

Von Karsten Tenbrink

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