Drogen im Wert von mehreren zehntausend Euro beschlagnahmt / Tatverdächtige wieder frei

Polizei entdeckt Cannabisplantage

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Fundort Bad Bodenteich: In einer stillgelegten Fabrikhalle im Bereich der Industriestraße spürten die Ordnungshüter eine große Menge Rauschgift auf. Über 100 Cannabispflanzen und mehr als drei Kilogramm bereits abgepacktes Marihuana entdeckten die Ermittler bei ihrer Durchsuchung.

kt Bad Bodenteich. Eine professionell betriebene Indoorplantage zum Anbau von Marihuana hat die Polizei im Bereich Bad Bodenteich ausfindig gemacht. Bei der Durchsuchung stießen die Beamten nicht nur auf große Mengen des Rauschgifts, sondern trafen auch vier Tatverdächtige an.

Aufgrund von entsprechenden Hinweisen ermittelte die Polizei bereits seit Beginn dieses Sommers, teilte Pressesprecherin Nicole Winterbur mit. Zuletzt habe sich der Kreis der Verdächtigen immer weiter eingeengt, und so sei eine stillgelegte Fabrikhalle in der Gegend des Kurfleckens in den Fokus der Ermittler geraten.

Bei der Durchsuchung der ehemaligen Lagerhalle entdeckten die Beamten weit mehr als 100 Cannabispflanzen und mehr als drei Kilogramm bereits geerntetes Marihuana. Der Verkaufswert liegt nach Schätzungen der Polizei insgesamt bei einigen zehntausend Euro.

Daneben wurden ein Laptop und mehrere hundert Euro Bargeld sichergestellt. Eine vorhandene Beregnungsanlage und spezielle Beleuchtung zeige die Professionalität der Aufzucht, sagte die Polizeisprecherin.

Das laufende Ermittlungsverfahren richtet sich gegen einen 52-jährigen Hauptverdächtigen aus dem Kreis Uelzen. Noch während der Durchsuchung erschien der Beschuldigte am Ort des Geschehens und wurde vorläufig festgenommen. Auch drei weitere Tatverdächtige im Alter von 40, 46 und 55 Jahren seien direkt vor Ort angetroffen worden, berichtet Winterbur.

Der Hauptverdächtige habe sich kooperativ verhalten und sei in der anschließenden Vernehmung „ein Stück weit geständig“ gewesen, verriet die Polizeisprecherin. Außerdem habe er die Frage, ob er selbst Cannabis konsumiere, verneint. Die drei weiteren Tatverdächtigen zögen es bislang vor zu schweigen. Alle sind nach ihrer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder auf freiem Fuß.

Die weiteren Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern an. Je nach Ergebnis und entsprechender Anklage könnten lange Haftstrafen auf die Tatverdächtigen zukommen. Sollten die Ermittlungsbehörden etwa zu dem Schluss gelangen, dass es sich bei den Beschuldigten um eine Bande handelt, sähe das Betäubungsmittelgesetz bei nachgewiesenem Anbau und Handel in größeren Mengen Freiheitsstrafen von mindestens fünf Jahren vor.

Auch von den Daten auf dem sichergestellten Laptop versprechen sich die Ermittler weitere Aufschlüsse, zum Beispiel über mögliche Abnehmer des Rauschgiftes.

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