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Pflanzaktion in Lüder: Die ersten sechs Apfelbäume stehen schon

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Von: Ulrich Bleuel

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Eltern und Vertreter von Politik und Verwaltung stehen neben Apfelbäumen auf der Burmeisterschen Wiese
Gemeindedirektor Michael Müller (rechts) und Ratsherr Jörg Müller (gelbe Weste) bei der Pflanzaktion mit den Eltern aus Lüder. Für jedes neugeborene Kind gab es auf der Burmeisterschen Wiese einen Apfelbaum. © Ulrich Bleuel

Premiere in Lüder: Eltern von neugeborenen Kindern waren jetzt zu einer Pflanzaktion auf die Burmeistersche Wiese eingeladen. Jedem Kleinkind schenkte die Gemeinde dabei einen Apfelbaum. Die ersten sechs wurden am Sonnabend gemeinsam gepflanzt.

Lüder – Lothar Schröter und Joachim Lampe waren am Sonnabend die ersten, die das Areal betraten und sofort zur Tat schritten. Mit einem Erdlochbohrer hoben sie kleine Gruben aus dem Boden der Burmeisterschen Wiese und überließen die anschließenden Feinarbeiten den jungen Eltern. Angesagt war die erste Obstbaum-Pflanzaktion der Gemeinde Lüder für neugeborene Kinder.

„Im Gemeinderat hatten wir vor einiger Zeit diesen Beschluss gefasst“, berichtete Lüders Bürgermeisterin Sabine Bauck. „Wegen der Pandemie konnten wir es bisher aber nicht umsetzen.“ Der Spatenstich für die ersten sechs Bäume erfolgte am Sonnabend ganz in der Nähe der vorbeifließenden Aue. „Bei Trockenheit werden wir wohl keine Probleme mit den Bäumen haben“, wies Sabine Bauck auf den feuchten Untergrund hin.

Die Bürgermeisterin schilderte den anwesenden Eltern den Arbeitsablauf vom Buddeln bis hin zum Abdecken des Pflanzbereiches: „Jeder ist für seinen Baum selbst verantwortlich und kann die spätere Ernte einholen.“ Bereitgestellt wurden die beiden alten Apfelsorten „Uelzener Rambour“ und „Gehrers Rambour“, die nährstoffreichen Boden mit ausreichender Feuchte lieben und sich für eine Streuobstwiese empfehlen. Bauck ließ es sich nicht nehmen, auch selbst einen Baum zu pflanzen.

Katharina Thomas und Alexander Worona waren zusammen mit ihrem fast einjährigen Sohn Nathan vor Ort. Dieser schaute aus dem Kinderwagen interessiert zu, wie sich seine Eltern fleißig an die Arbeit machten. Während Vater Alexander das Pflanzloch passend vergrößerte, hatte Mutter Katharina schon mal mit der Schubkarre die Hackschnitzel zum Abdecken herbeigeholt.

„Als Willkommensgeschenk der Gemeinde für Nathan konnten wir uns zwischen einem Kapuzen-Handtuch und einem Obstbaum entscheiden“, sagte Worona. „Der Obstbaum sollte es dann sofort sein“, bereuten beide ihren Entschluss nicht. „Über die Jahre haben wir wohl mehr davon“, war sich Worona sicher.

Christoph Ohlms pflanzte Apfelbäume für seine dreijährige Tochter Martha Luise und den vier Monate alten Moritz. Seine Familie ist zu Hause geblieben, wie auch die von Jens Fuhlbohm, dessen Sohn Jannes ein halbes Jahr alt ist. Beide halfen sich gegenseitig beim Pflanzen. Hilfe kam aber auch von anwesenden Ratsmitgliedern, die notwendiges Material herbeischafften und Wasser aus der Aue holten. Arne Mielmann wird noch einen Zaun ziehen und zwei bis drei Mal im Jahr Heidschnucken auf der Streuobstwiese grasen lassen.

Nach getaner Arbeit traf man sich am Rande der Wiese bei Kaffee und Kuchen. Das heiße Getränk hatte Jürgen Schulze mitgebracht, den selbst gebackenen Kuchen stellte Simone Mielmann zur Verfügung.

Eine ähnliche Pflanzaktion plant die Gemeinde auch in Langenbrügge. „Ein genauer Termin steht noch nicht fest“, sagte Gemeindedirektor Michael Müller. „Die Bäume sollten aber spätestens Anfang Mai gesetzt sein.“

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