Ab Europawahl 2014: Samtgemeinde Aue ordnet Bezirke neu

Nur noch 18 statt 25 Wahllokale

Die Varbitzer, Schostorfer, Nienwohlder, Droher, Bollensener und Kahlstorfer Wähler müssen ihr Kreuz im nächsten Jahr in einem neuen Wahllokal machen. Foto: dpa

Bad Bodenteich/Wrestedt. Die Wahlbeteiligung für die Europawahl am 25. Mai ist nur schwer abschätzbar. Eine Tatsache, die Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke bei der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates verkündete.

„Gerade bei der Europawahl fällt die Beteiligung regelmäßig geringer aus“ schilderte der Verwaltungschef. Aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Bundestagswahl ist es erforderlich gewesen, die Wahlbezirke der Samtgemeinde Aue neu zu ordnen. Es wird nur noch 18 Wahllokale geben.

Der Ort Varbitz dient als passendes Beispiel. Nur 45 von insgesamt 76 Wählern machten im vergangenen September ihr Kreuz auf dem Wahlzettel. In Prozent: 59,5. Zuvor gab es Aufregung um das passende Wahllokal. Da es sich noch bei der Landtagswahl auf einem privaten Grundstück befand, wurde Kritik laut, die Wähler könnten beeinflusst werden. Bei der Bundestagswahl wechselte deshalb der Ort der Wahl in das Haus des Heimat- und Kulturvereins. Im nächsten Jahr werden sich die Varbitzer erneut auf ein neues Wahllokal einstellen müssen: Sie wählen dann im Dorfgemeinschaftshaus in Soltendieck. Einen noch geringeren prozentualen Anteil in der Samtgemeinde Aue gab es bei der Bundestagswahl nur noch im Feuerwehrhaus in Bad Bodenteich mit 51,2 Prozent.

„Die Entfernung zum Wahllokal sollte nicht mehr als fünf Kilometer betragen“, erläuterte Benecke gerade mit Blick auf das Feuerwehrhaus im Flecken. Ein Anwohner der Schützenstraße hatte sich vor der Landtagswahl beklagt, da er nicht mehr gut zu Fuß und auf einen Rollator angewiesen ist.

Kein Wahlbezirk soll mehr als 2500 Wähler umfassen und eben nicht so gering zugeschnitten sein, dass erkennbar ist, wie die einzelnen Wähler abgestimmt haben. Das Wahlgeheimnis ist nicht mehr gewährleistet, wenn die Beteiligung nur 40 Prozent beträgt. Grundsätzlich sei dies der Fall, wenn weniger als 50 Wahlberechtigte an der Wahl teilnehmen, so Harald Benecke.

Doch nicht nur die Varbitzer müssen sich umstellen. Betroffen in der Samtgemeinde Aue sind auch die Wähler in Schostorf, denn sie müssen ab sofort nach Schafwedel. Die Nienwohlder wählen im Gemeindehaus in Nettelkamp und die Orte Drohe und Bollensen werden Wieren zugeschlagen. In Wieren gibt es nur noch ein Wahllokal: das Feuerwehrhaus. Die Kahlstorfer wählen künftig in Ostedt und auch in Wrestedt wird es mit dem Feuerwehrhaus nur noch ein statt zwei Wahllokale geben.

Durch den neuen Zuschnitt der Wahllokale in der Samtgemeinde wird es statt bisher 25 nur noch 18 geben.

Von Jörn Nolting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare