Stehend über den See

Neugierige lernen in Bad Bodenteich das Stand-up-Paddling

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Nach nicht einmal fünf Minuten stehen die Teilnehmer des Trainings auf den Brettern. Mit dem Paddel nehmen sie Fahrt auf.

Bad Bodenteich – Sanft gleitet man auf dem Wasser dahin und genießt die Ruhe. Weder Wind noch Wellen sind nötig, um voranzukommen. Wichtig ist nur, die Balance zu halten.

Stand-up-Paddling nennt sich eine durchaus entspannte Version des Wellenreitens, die in seinen Grundzügen relativ schnell erlernbar ist.

„Stand-up-Paddling ist mehr als nur eine Trendsportart“, stellt Andre Krohne fest. Der Personal Trainer und Life Coach aus Uelzen bietet im Seepark in Bad Bodenteich Einsteigerkurse an. „Der Kurs am Sonntag war schnell ausgebucht“, freut sich Krohne, dem es Spaß macht, der Gruppe die Bewegung an der frischen Luft und in der freien Natur zu vermitteln. Und natürlich das Gleiten auf dem Wasser.

Zum Aufwärmen ist erst Handarbeit gefragt, werden die Boards aufgepumpt und gibt es erst ein paar Trockenübungen. Krohne erklärt die Haltung auf dem Board, die korrekte Paddelhaltung und die ersten Schläge.

Und dann geht es auch schon auf den See. „Ich will nur draufbleiben und nicht nass werden“, macht sich Juliane aus Gifhorn selber Mut. „Und wenn ich ins Wasser falle?“ Knapp die Antwort des Trainers: „Nicht weiter schlimm, wenn man schwimmen kann.“ Aber dann im Ernst: „Die Boards sind breiter und länger als Surfbretter und sehr kippstabil. Die wenigsten fallen ins Wasser.“

Man kann natürlich auch zuerst kniend paddeln, um Sicherheit zu gewinnen. „Aber besser man stellt sich gleich in die Mitte des Boards und bringt Spannung in den Körper“, gibt der Coach Tipps. Dann aber geht es doch zuerst mit den Knien auf das Brett.

Es dauert nicht lange, und auf dem ruhigen Wasser geht es langsam in die Höhe. Alle Anfänger schaffen es auf Anhieb nach nicht einmal fünf Minuten, mit beiden Beinen auf der Unterlage zu stehen und mit dem Paddel Fahrt aufzunehmen. Und plötzlich ist der Spaß da.

„Das geht ganz schön in die Beine“, ruft Juliane dem Coach zu. „Morgen habe ich bestimmt Muskelkater.“ Beruhigende Worte vom Uferrand: „Dann hast du alles richtig gemacht und kannst stolz auf dich sein.“

Stand-up-Paddling sorgt für Entspannung und es trainiert gelenkschonend den kompletten Körper. Es schult das Gleichgewicht, die Beweglichkeit und die Motorik. Und der Seele tut es offenbar auch ganz gut, denn nach dem erfolgreichen Dahingleiten über den See ist abschließend nach rund 90 Minuten des Kurses überall ein entspanntes und zufriedenes Lächeln zu sehen.

VON ULRICH BLEUEL

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