146 000 Euro kostete Umbau des früheren Gerätehauses / Einweihung mit anschließendem Fest

Neue Stätte für Dorfgemeinschaft

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Langenbrügge. Eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Langenbrügge war mehr als zehn Jahre im Gespräch. Es musste etwas geschehen, denn in dem Gebäude fehlten die vorgeschriebenen Sanitärräume.

Mit einem Schmunzeln dachte Ortsbrandmeister Michael Porsch an diese Zeiten zurück, als er am Sonnabend die Einwohner und Gäste zur offiziellen Übergabe des Hauses der Dorfgemeinschaft, dem früheren Gerätehaus, begrüßte. Das ihm dabei auch mal das Wörtchen Gerätehaus über die Lippen huschte, mochte man ihm verzeihen.

Aus lockeren Anregungen und Gesprächen wurde 2007 mit Aufnahme der Gemeinde Lüder, zu der auch Langenbrügge gehört, in das Dorferneuerungsprogramm ernst. Ein Arbeitskreis wurde gebildet und ein vorgelegtes Gesamtprojekt erstmals 2010 im Gemeinderat erörtert. Die Veranschlagung der Mittel wurde dann bereits in das Haushaltsjahr 2011 übernommen.

Bürgermeister Jürgen Schulze blätterte bei der Übergabe weiter in der Chronik: Die Baugenehmigung für den Anbau an das Gerätehaus erfolgte vor zwei Jahren. Förderungszusagen kamen von der Europäischen Union und aus dem Sonderkontingent des Zukunftsvertrages für Fusionskommunen. Durch die lange Winterperiode gerieten die Arbeiten etwas ins Stocken, sodass die Baumaßnahme erst im Mai diesen Jahres abgenommen werden konnte.

Und natürlich wusste der Bürgermeister auch etwas zu den Kosten zu sagen. Die Bruttobaukosten für die gesamte Anlage betrugen rund 146 000 Euro. An Fördermittel flossen circa 90 000 Euro. Den Restbetrag teilten sich die Samtgemeinde Aue und die Gemeinde Lüder, die letztendlich rund 28 000 Euro zu begleichen hatte. „Für die Gemeinde blieben damit lediglich 19 Prozent der gesamten Kosten“, bilanzierte Jürgen Schulze. Er dankte der Feuerwehr, der Dorfgemeinschaft und nicht zuletzt auch dem Arbeitskreis für die gute Zusammenarbeit und die Abstimmungen.

Für Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke steht das Haus der Dorfgemeinschaft an einem idealen Platz und es werde, wie er sagte, sicherlich durch die Bürger mit Leben erfüllt. Bei der Realisierung des Gesamtprojektes fand man beste Unterstützung durch das Amt für Landesentwicklung, das durch Karin Schulz vertreten war und mit der Stadt- und Regionalplanerin Astrid Pesel.

Nach und nach wurde aus dem Gerätehaus ein schmucker Treffpunkt für die Dorfbevölkerung. Eine Terrasse ist beliebter Aufenthaltsort mit Blick auf den neu angelegten Spielplatz und auf die Grillhütte. Im Zuge der geförderten Baumaßnahmen wurde auch die Oberflächenentwässerung hergestellt, eine Bepflanzung vorgenommen und der Fahrgastunterstand verlegt.

Und nicht ganz ohne Grund legte man die Übergabe des Dorfgemeinschaftshauses auf das erste Wochenende im Juli. Im Anschluss nämlich feierte man am Sonnabend in Langenbrügge das traditionelle Dorffest mit vielen Kinderspielen und einem geselligen Beisammensein.

Von Ulrich Bleuel

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