Alter Teich wird zur Streuobstwiese

Naturgruppe will Lüders Ortskern mit Bänken und neuen Bäumen aufwerten

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Auf der Fläche des ehemaligen Mühlenteichs in Lüder will die Arbeitsgruppe Natur demnächst Obstbäume pflanzen und eine Sitzgruppe aufstellen. Die Kommunalpolitiker stehen dem Projekt wohlwollend gegenüber. 

Lüder – Sanft plätschert die Aue durch ihr Bett. Nebenan schauen die ersten Krokusse keck aus der Erde. Eine einsame Birke trotzt dem stürmischen Wind. Ein idyllisches Bild bietet sich gestern auf der Wiese gegenüber der alten Mühle in Lüder.

Auf dieser gemeindeeigenen Fläche, dem einstigen Mühlenteich an der Röhrser Straße, möchte die örtliche Arbeitsgruppe Natur demnächst Obstbäume pflanzen und eine hölzerne Sitzgruppe aufstellen.

Der Gemeinderat Lüder betrachtet die Pläne mit Wohlwollen. Und so wurde der von Wolfgang Schulze, SPD-Ratsmitglied und Sprecher der Naturgruppe, eingebrachte Antrag nun zur Beratung und Entscheidung an den Bauausschuss verwiesen. „Wir stehen alle dahinter, das ist eine positive Sache“, sagt Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU). Der ehemalige Mühlenteich werde nicht genutzt. „Wenn diese Fläche ein bisschen mit Leben gefüllt wird, ist das eine gute Sache“, findet der Bürgermeister.

Das Ziel sei, die zentral gelegene Wiese, die durch das Zuschütten des verschlammten Teichs entstanden ist, aufzuwerten, erklärt Wolfgang Schulze. „Wir wollen dort zehn bis 15 Obstbäume alter Sorten pflanzen: von Apfel über Birne bis zu Kirsche“, kündigt er an. Wenn die Bäume in einigen Jahren Früchte tragen, sollen sich die Bürger Lüders kostenlos daran bedienen dürfen, schlägt Schulze vor. „Und wenn es gute Erträge gibt, könnte man ein Obstfest ausrichten. Das Projekt kann ja durchaus wachsen.“

Zudem will die Naturgruppe dort Blühsträucher pflanzen und eine selbst gebaute Sitzgruppe aus Eichenholz, bestehend aus zwei Bänken und einem Tisch, aufstellen. Die Obstbäume könnten aus dem 1000-Euro-Pflanzgutschein finanziert werden, den Lüder für seine Teilnahme beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat, regt Wolfgang Schulze an. Das müssen aber die Kommunalpolitiker entscheiden.

Außerdem sollen die Standorte der Bäume und der Sitzgruppe mit der Gemeinde abgestimmt werden. „Das Mähen der Fläche mit einem Rasentraktor wird auch künftig möglich sein, weil die Bäume auf Abstand gepflanzt werden“, sagt Wolfgang Schulze. Die Bänke werde die Naturgruppe freischneiden.

Das ist aber nicht das einzige Projekt der Arbeitsgruppe. Sie will auf dem Friedhof in Lüder drei Holzbänke aufstellen. Die alten Bänke sollen entfernt, aufgearbeitet und in der Feldmark postiert werden. Überdies plant die Naturgruppe, drei Schutzhütten mit Bänken im Ort zu errichten. Das Holz haben Waldbesitzer zur Verfügung gestellt.

Wolfgang Schulze bat darum, der Gruppe die Materialkosten von 768 Euro zu erstatten. „Wir haben davon Bänke geschaffen, die mehrere tausend Euro kosten würden“, sagte er. Der Rat zeigte sich aufgeschlossen, den Betrag aus Preisgeldern zu zahlen, die Lüder beim Dorfwettbewerb erhalten hat.

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