Motocross ohne Genehmigung

Das umzäunte Gebiet im Kakauer Wald dient als private Motocross-Strecke. Derzeit prüft der Landkreis Uelzen, ob das Gelände genehmigunspflichtig ist. Foto: Ph. Schulze

Kakau. Eine Motocross-Strecke im Kakauer Wald sorgt bei einigen Anwohnern für Unmut. Von „Lärmbelästigung wie von einer Motorsäge“ spricht einer der Anwohner. Er droht den Erbauern der Strecke mit einer Anzeige. Sein Hauptargument: Die Motocross-Strecke wurde ohne Genehmigung gebaut.

„Der Landkreis prüft die Anlage auf Baugenehmigungsfähigkeit“, sagt Martin Theine, Pressesprecher des Landkreises Uelzen. Der Eigentümer werde eine Anhörung bekommen, denn es liegt tatsächlich keine Genehmigung vor.

Bei der Anlage handelt es sich um einen eingezäunten Bereich auf einer Brachfläche, die mitten im Wald liegt. „Die Prüfung findet in den nächsten Tagen oder Wochen statt“, sagt Theine. Ein Mitarbeiter des Landkreises hatte sich bereits vor Ort ein Bild gemacht. Besonders die Punkte Umweltverträglichkeit und Lärm spielen eine große Rolle. „Sollte die Anlage nicht genehmigt werden, dann müsste der Besitzer sie zurückbauen“, erklärt der Landkreis-Pressesprecher. Zum derzeitigen Zeitpunkt geht der Landkreis davon aus, dass für die Anlage eine Genehmigung notwendig sei. „Es liegt auch kein offizieller Bauantrag vor“, sagt Theine. All diese Punkte werden bei der Anhörung geklärt. Beim Kakauer Waldbesitzer Hans-Jürgen Koch verursacht der Vorgang Kopfschütteln: „Mein Sohn und sein Bekannter haben die Strecke eigenhändig gebaut und fahren da vielleicht einmal in der Woche für eine Stunde.“ Laut Koch sind die Fahrgeräusche im Ort so gut wie nicht zu hören. „Soll das den Jugendlichen den verboten werden?“, fragt Koch verärgert. Er vermutet einen bestimmten Einwohner dahinter, der bekannt dafür ist, andere Kakauer anzuzeigen. „Der macht uns das Leben schwer.“ Nichtsdestotrotz wird sich der Landkreis Uelzen bei dem Kakauer Waldbesitzer melden. Dann wird sich entscheiden, ob die Strecke bleiben darf oder nicht.

Von Jörn Nolting

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