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Mordversuch in Lüder: Prozess beginnt am Landgericht

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Außenansicht des Landgerichts Lüneburg.
Der Prozess gegen die beiden Angeklagten beginnt am 9. November am Landgericht Lüneburg. © privat

Wegen versuchten Mordes steht ab dem 9. November ein junges Paar vor dem Landgericht Lüneburg. Die beiden Angeklagten (20 und 22) sollen die Bremsschläuche eines in Lüder geparkten Autos durchgeschnitten haben.

Lüneburg/Lüder – Mit rund zweieinhalb Monaten Verzögerung beginnt am Mittwoch, 9. November, um 9.30 Uhr in Saal 121 des Landgerichts Lüneburg vor der 5. großen Jugendkammer die Hauptverhandlung gegen zwei heute 20- und 22-jährige Angeklagte unter anderem wegen versuchten Mordes.

Die Staatsanwaltschaft wirft einer Frau und einem Mann vor, am 9. Juli 2021 in Lüder die hinteren Bremsschläuche eines geparkten Pkw durchgeschnitten und bewusst das Risiko in Kauf genommen zu haben, dass das Paar, dem der Wagen gehört, einen schweren Verkehrsunfall erleidet.

Als einer der beiden Anwohner zufällig aus dem Haus gekommen sei und den im Carport knienden Angeklagten entdeckt habe, hätten beide versucht, unerkannt zu fliehen. Der Geschädigte habe den jungen Mann aber zunächst aufhalten können. Um sich zu befreien und die Entdeckung zu verhindern, soll der Angeklagte – wie vorab mit der Mitangeklagten abgestimmt – mit einem mitgeführten Messer in Richtung des Kopfes des Geschädigten gestochen und ihn hierbei mitten im Gesicht schwer verletzt haben.

Die AZ berichtete seinerzeit davon, dass der Geschädigte in eine Spezialklinik gebracht werden musste und dort mehrfach operiert wurde. Weil zwei Fahrräder und ein Rucksack in der Nähe des Tatorts zurückgelassen wurden, vermochte die Polizei zunächst den jungen Mann zu identifizieren, der für die Tat verantwortlich sein soll.

Eigentlich sollte der Prozess bereits am 16. August beginnen. Die Verhandlung war allerdings samt aller Fortsetzungstermine krankheitsbedingt aufgehoben worden. Das Landgericht Lüneburg hat für den Fall jetzt fünf Verhandlungstage angesetzt. Fortsetzungstermine sind auf den 24. November sowie auf den 6., 8. und 13. Dezember bestimmt.

Die Kammer hat einen Sachverständigen hinzugezogen. Zum ersten Verhandlungstag sind nach Angaben des Landgerichts vier Zeugen geladen, zum zweiten Verhandlungstag sechs Zeugen und zum dritten Tag ein letzter Zeuge.

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