Burgspektakel startet am kommenden Wochenende: Vier Tage buntes Treiben mit Programm für jung und alt

Mittelalter hält Einzug in Bodenteich

Bis die Lanzen splittern: Beim Ritterturnier treffen die „Ritter der Kronen Europas“ aufeinander. Dann gibt es waghalsige Manöver hoch zu Ross. Foto: Veranstalter

no Bad Bodenteich. Über 300 Akteure laden am kommenden Wochenende und darüberhinaus – von Sonnabend, 28. April, bis Dienstag, 1. Mai, zur Zeitreise um 600 Jahre zurück in die Vergangenheit. Das Burgspektakel in Bad Bodenteich lockt wieder zahlreiche Gäste in den Flecken.

Zur zeremoniellen Markteröffnung werden Burgvogt und Honoratioren die dargebotenen Waren, Speisen und Getränke begutachten und verkosten und das Marktvolk zum rechten Umgang mit Massen und Gewichten mahnen. Beim mittelalterlich bunten Markttreiben lassen sich ehrbare Handwerker, wie Drechsler, Töpferer oder Schmied gern bei ihrem Tagwerk beobachten.

Gewürze aus orientalischen Landen, betörende Düfte, gar köstlich Vergorenes aus Beeren und Trauben mit manch wunder- und heilsamer Wirkung gibt es zu verproben. Auf dass niemanden die Gedärme schrumpfen und die Kehle eintrocknet, gibt es herzhafte, pikante und süße Leckereien allerorten auf dem Plan und an den Tavernen erquickendes Gesöff.

Die Spielmannskumpaney „Scherbelhaufen“ intoniert mitreißend Melodeien aus der alten Welt und traktiert nebenher das Zwerchfell. Das Gauklergespann Basseltan bietet Erstaunliches gegen die Schwerkraft und amüsiert mit witzigen Wortgefechten. Einblicke in die Lebensart zu Zeiten derer von Bodendike gewähren die Heerlager, die zahlreich in den Seewiesen ihre Zelte aufschlagen. Es wird gesponnen, geschnitzt, am offenen Feuer gekocht, der Umgang mit Waffen geprobt und Rüstzeug poliert.

Am Dienstag, 1. Mai, messen sich die Bogner bei einem Turnier in Treffsicherheit. Die Mannen der „Ritter der Kronen Europas“ lassen bei ihren waghalsigen Manövern hoch zu Ross gar manchem Zuschauer den Atem stocken. Die verwegene Reiterschar zelebriert beim Ritterturnier im Umgang mit Lanze, Schwert, Schild und Pferd die hohe Kunst des ritterlichen Kräfte-Messens, welches in vergangenen Jahrhunderten der Vorbereitung auf Feldzüge diente. Beim Nachturnier im Fackelschein am Sonnabend, 28. April, wird die seinerzeitige Atmosphäre besonders gegenwärtig. Die Jüngsten setzt ein mit purer Muskelkraft betriebenes Karussell in Verzückung, desgleichen farbenfrohe Spielideen und vergnüglich Puppenspiel. Geschicklichkeit ist beim Schlagabtausch auf dem Tjostbalken gefragt und bei der Schatzsuche am Dienstag kann der Grundstein zu späterer Wohlhabenheit gelegt werden.

In den Abendstunden des 30. April erscheinen aus den Nebeln der Seewiesen mystische Wesen und entführen die Besucher zur Walpurgisfeier in ihre Anderswelt. Elfen, Feen, Trolle und Elementegeister lustwandeln auf dem illuminiertem Burggelände, versammeln sich zum Tanze, treiben Schabernack und verzaubern im Schein unzähliger flackernder Lichter. Wenn die Gelichter dann wieder in ihre Gefilden entschwunden sind, zeucht der Scherbelhaufen auf zum zünftigen Tanz in den Mai. Die Pforten sind am Sonnabend von 13 bis 22 Uhr, am Sonntag und Dienstag von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Eintritt zur Anderswelt gibt es am Montag von 18 bis 0 Uhr.

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