Pläne vorgestellt

Ein Mast gegen das Funkloch – Telekom will Bauwerk bei Schafwedel errichten

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Für einen 40 Meter hohen Funkmast sucht die Telekom zurzeit einen Standort im Raum Schafwedel. Über die Pläne wurden die Bürger jetzt informiert. 

Schafwedel – Die Telekom will in Schafwedel einen Funkmast für den Mobilfunk aufstellen. Über das Vorhaben informierte das Unternehmen jetzt die Einwohner des Bad Bodenteicher Ortsteils auf Einladung des Fleckens.

Geplant ist laut Telekom-Mitarbeiter Werner Meyer, einen 40 Meter hohen Mast zu errichten. Ein Standort sei bisher noch nicht ausgewählt, alles sei noch reine Planung. Gesucht werde in einem Radius von einem Kilometer rund ums Dorf.

Hendrik Kunitz, Gemeindedirektor

„Wir wollen vermeiden, dass plötzlich etwas den Schafwedelern vor die Haustür gesetzt wird“, sagt Gemeindedirektor Hendrik Kunitz. Die Einwohner sollten Gelegenheit haben, sich frühzeitig zu informieren. Denn gegen den Willen der Schafwedeler werde man sich nicht für einen Mast aussprechen. Bei den Dorfrechnungen sei der schlechte Mobilfunkempfang schon seit Jahren ein Thema. So ist das Echo der rund 20 Anwesenden durchaus positiv. Fragen drehen sich vor allem um Standorte, aber auch um die Strahlenbelastung. Auch dass die Telekom erst jetzt nach Schafwedel kommt, wird moniert. „Jetzt müssen wir die beste Lösung für die Schafwedeler finden“, sagt Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar.

Beim Thema Strahlung betont Meyer, dass strenge Grenzwerte gelten und dass ein Funkmast erst dann errichtet werden kann, wenn die Bundesnetzagentur ihr Okay gibt. „Die Strahlung des Endgeräts ist größer als die des Funkturms“, sagt Meyer. Bei der Standortsuche gehe es vor allem darum, die Vorgaben der Bundesnetzagentur in der Datenübertragungsrate zu erfüllen. Die Übertragung der Daten sei über zwei Kilometer sichergestellt, die Reichweite zum Telefonieren sei größer. Daher müsse ein engmaschiges Netz mit vielen Funkmasten aufgebaut werden. Außerdem räumte Meyer ein, dass die Telekom sich erst jetzt um die ländlichen Regionen kümmere, weil in Städten mehr Geld zu verdienen sei.

In einem nächsten Schritt will der Flecken der Telekom jetzt zwei Standorte in der Nähe Schafwedels vorschlagen. Dabei handelt es sich um den nördlich von Schafwedel in Richtung Schostorf gelegenen Osterfeuerberg sowie die Sandkuhle die in Richtung Langenbrügge liegt. „Falls die Standorte nicht funktionieren, werden wir uns nach Alternativen umschauen“, sagt Kunitz. Das Problem sei, dass beide Standorte knapp außerhalb des Suchradius’ liegen, erklärt Meyer. Es solle aber untersucht werden, ob die Signalstärken ausreichen.

VON LARS LOHMANN

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